
Warum sind in Essen bereits die Mähboote unterwegs?
Im Baldeneysee in Essen wachsen gerade wieder die Wasserpflanzen bis knapp unter die Oberfläche. Im Mai war es sehr warm und deshalb sind die Wasserpflanzen schneller als sonst in die Höhe geschossen, erklärt ein Sprecher des Ruhrverbandes auf Radio Essen-Nachfrage. Außerdem gab es in diesem Jahr kein richtiges Hochwasser. Sonst werden bei Hochwasser die Pflanzen durch die Strömung rausgerissen und damit erst einmal entfernt. Das ist dieses Jahr auch nicht passiert. In diesem Sommer ist aber gar nicht die altbekannte Elodea oder Wasserpest das Problem. Eine einheimische Wasserpflanze, das Krause Laichkraut habe in diesem Jahr die Wasserpest verdrängt. Die Pflanze ist zartblättriger und feingliedriger als die Wasserpest und lässt sich deshalb auch schwerer abmähen, sagt der Sprecher des Ruhrverbandes weiter.
Wie werden die Wasserpflanzen in Essen bekämpft?
Die Schlingpflanzen in Essen im Baldeneysee sorgen bei den Wassersportlern immer wieder für Probleme. Die Ruder der Ruderer und Paddel der Kanuten können sich in den Wasserpflanzen verhaken und es geht nicht weiter. Auch die Segler haben Probleme. Die Weisse Flotte Baldeney ist deshalb schon seit zwei Wochen mit den beiden Mähbooten auf dem See unterwegs und versucht die Pflanzen zu kürzen. Inzwischen werden drei Boote eingesetzt, die "Kaiman", die "Nimmersatt" und ein Leasing-Boot der Firma BERKY. Die Pflanzen wachsen bei dem Wetter allerdings schneller als die Mitarbeiter mit den Booten mähen können. Bisher konnten aber alle Regatten wie geplant stattfinden, freut sich der Seemanager Boris Orlowski. Wie es weitergeht im See mit den Wasserpflanzen, das können die Experten im Moment nur schwer einschätzen. Wo gemäht werden muss, wird mit der Interessengemeinschaft Baldeneysee abgestimmt. Hans-Walter Fink von der Interessengemeinschaft Baldeneysee erzählt, dass die Wasserpflanze explosionsartig in der zweiten Maihälfte aufgetaucht ist. Alle Beteiligten versuchen die Situation für die Wassersportler so erträglich wie möglich zu machen, sagt der Ruhrverband.