
Rettungsdienst in Essen soll kostenlos bleiben
Wer trägt in Zukunft die Kosten für den Rettungsdienst? Die Stadt Essen ist in dieser wichtigen Frage einen Schritt weitergekommen. Die Patientinnen und Patienten können weiter sicher sein, dass sie keine Rechnung nach Hause bekommen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2026 17:27
Wie geht es in Essen mit dem Rettungsdienst weiter?
Auch in Zukunft soll niemand eine Rechnung bekommen, wenn er oder sie den Krankenwagen gerufen hat. Die Stadt Essen ist in Gesprächen mit den Krankenkassen und dem Land NRW. Oberbürgermeister Thomas Kufen vertritt bei diesen Gesprächen sogar alle Städte aus ganz Nordrhein-Westfalen.
Die Krankenkassen haben die Kosten für den Rettungsdienst bisher weitgehend übernommen. Inzwischen wollen sie aber bestimmte Einsätze nicht mehr komplett bezahlen. Vor allem geht es um Einsätze, bei denen zwar Patienten versorgt, aber nicht ins Krankenhaus transportiert werden müssen. Für die Städte wären es hohe Mehrausgaben, wenn sie diese Kosten in Zukunft ganz übernehmen müssten. Trotz der unterschiedlichen Positionen konnte inzwischen ein Lösungsvorschlag erarbeitet werden, wie die Kosten in Zukunft zwischen Krankenkassen und Städten aufgeteilt werden. Dieser Vorschlag befindet sich noch in der abschließenden Abstimmung. Die Regelung wird zunächst nur für das Jahr 2026 gelten. Für 2027 soll es neue bundesweite Regelungen geben.
Ende des vergangenen Jahres hatte die Stadt beschlossen, dass die Patientinnen und Patienten eine Rechnung bekommen sollen, wenn sie den Krankenwagen rufen. Weil es Proteste gab, wurde diese Regelung aber schnell wieder zurückgenommen. Noch ist unklar, ob die Stadt die Kosten rechtlich überhaupt übernehmen darf, wenn der Vertrag geschlossen wird. Im Juli soll es weitere Informationen geben.