Out in Church: Mann aus Essen engagiert sich gegen Homophobie in der Kirche

Am 17. Mai ist internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. In Essen engagiert sich Rainer Teuber vom Bistum Essen für queere Menschen bei der katholischen Kirche.

© Nicole Cronauge/ Bistum Essen

Out in Church in Essen engagiert sich für queere Menschen in der katholischen Kirche

Die Initiative "Out in Church" engagiert sich für queere Menschen in der katholischen Kirche. Hier bei uns in Essen kümmert sich vor allem Out in Church-Sprecher Rainer Teuber um Aufklärung. Er kämpft für Toleranz - nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch in der Gesellschaft. Und er sagt, die katholische Kirche habe seit Gründung der Initiative eine große Lernkurve hingelegt.

"Weil wir als Initiative auf Defizite, auf Diskriminierung von queeren Menschen, die für die katholische Kirche arbeiten, hingewiesen haben. Wir haben die katholische Kirche mit insgesamt sieben Forderungen konfrontiert, von denen wir glauben, dass die Umsetzung dazu führt, dass weniger Diskriminierung innerkirchlich, aber auch in der Gesellschaft auftreten wird. Und eine unserer Forderungen ist tatsächlich umgesetzt worden. Die Kirche hat ihr Arbeitsrecht geändert, sodass jetzt queere Menschen keine Angst mehr haben müssen, aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder ihrer sexuellen Orientierung gekündigt werden zu müssen."

Out in Church fordert unter anderem auch, dass die Kirche Verantwortung übernimmt und das von ihr verursachte Leid aufarbeitet. Alle Forderungen findet Ihr hier.

Rainer Teuber über die Arbeit gegen Homophobie: Kirche sollte eine Vorreiterrolle einnehmen

Kirche sollte eine Vorreiterrolle einnehmen, findet Rainer Teuber.

"Wir alle als Menschen sind mit unserer sexuellen Identität, mit unserer geschlechtlichen Identität und mit unserer sexuellen Orientierung von Gott geschaffen und wir sind, so wie wir sind, gut von Gott geschaffen."

Es braucht einen echten Kulturwandel in der katholischen Kirche, der dann auch in die Gesellschaft ausstrahlt, sagt Teuber weiter. Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, hin zu wieder vermehrten Anfeindungen und Übergriffen von homosexuellen und anderen queeren Menschen, machen ihm Angst. Er wünscht sich, dass man ins Gespräch kommt. Auch rund um den internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie ist er unterwegs, um Brücken zu bauen, Kontakte zu knüpfen und aufzuklären.

© Anne Schweizer/ Radio Essen

Aktionen in Essen zum "IDAHOBIT" 2024

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeit in Essen (IDOHOBIT) gibt es bei uns in Essen am 17. Mai wieder einen Empfang mit Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Anschluss wird wieder die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst. Am 3. August findet außerdem der mittlerweile 21. Ruhr-CSD statt, das, nach Angaben der Veranstalter, größte queere Straßenfest im Ruhrgebiet.

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