Maßnahmen gegen Corona: Rot-Weiss Essen muss Spiele absagen

Wegen des Coronavirus hat die Stadt Essen alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern abgesagt. Davon sind auch die großen Sportvereine in Essen betroffen. Rot Weiss-Essen etwa muss einige Partien absagen. Der Westdeutsche Fußballverband hat aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus am Freitag entschieden, den kompletten Spielbetrieb vorerst auszusetzen.

RWE-Stadion
© Stadion Essen

Die Entscheidung in der Regionalliga West betrifft vorerst den Spielbetrieb bis zum 22. März. Ab sofort werden alle Spiele ausfallen. Diese Absage betrifft den 29. und 30 Spieltag sowie die ursprünglich für den 18. März geplanten Nachholspiele. Damit fällt auch das Auswärtsspiel von Rot-Weiss Essen gegen den SC Verl aus. Ob und wann es einen Nachholtermin gibt, wird noch bekannt gegeben.

Großveranstaltungen abgesagt: Auch Essener Sport betroffen

Die Stadt Essen will die weitere Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Bisher sind elf Essener mit COVID-19 infiziert (Stand: 12. März, 8.40 Uhr). Damit nicht noch mehr Essener dazu kommen, hat die Stadt alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern abgesagt. Das trifft aber nicht nur Konzerte, Kinos und andere Veranstaltungen in Essen. Auch der Essener Sport zittert um seine Partien. Radio Essen hat mit Ihnen gesprochen.

Rot-Weiss Essen: Lieber kein Spiel als ein Geisterspiel

Rot-Weiss Essen trifft der Veranstaltungs-Stop mit voller Wucht: Geisterspiele waren beim Verein sowieso nicht gewünscht, die würden den Verein Umsatz-Einbußen in sechsstelliger Höhe kosten. Deshalb hatte Rot-Weiss Essen auch beim Westdeutschen Fußballverband eine Spielabsage beantragt, zumindest für das Spiel gegen Schalke II am Samstag (14. März). Das war auch schon Tage vorher abgesagt worden. Wann das Spiel nachgeholt wird, ist noch unklar. Gekaufte Tickets für die ausfallenden Spiele behalten für eventuelle Nachholspiele ihre Gültigkeit. Der Verein möchte von Woche zu Woche denken: "Wir müssen die Dinge nehmen, wie sie kommen", sagt RWE-Vorsitzender Marcus Uhlig. Radio Essen-Moderatorin Anna Bartl hatte schon vor der Spielabsage mit ihm gesprochen.

© Radio Essen

SGS Essen: "Fußball lebt von Emotionen"

Die SGS aus Essen-Schönebeck reagiert gelassen auf die Entscheidung der Stadt und wartet erst mal auf Details. Das nächste Heimspiel der Fußballerinnen gegen Jena ist erst Ende März (29. März). Oft kommen nur knapp mehr oder weniger Zuschauer als 1.000, sodass die Entscheidung die SGS nicht unbedingt hart trifft. Ein Geisterspiel ist für die SGS aber keine angenehme Lösung: "Fußball lebt von Emotionen und die kommen von den Fans", sagt Florian Zeutschler im Radio Essen-Interview. Ob demnächst Spiele mit maximal 1.000 Zuschauern oder Geisterspiele stattfinden, macht die SGS von den Ausarbeitungen der Stadt abhängig. Die gibt es noch nicht. Die Saison vorzeitig zu beenden kommt für die SGS aber nicht in Frage: "Wir wollen die Saison ganz normal zu Ende spielen."

Handball: Spiel TUSEM gegen ASV Hamm verschoben

Der TUSEM muss bereits eine weitere Entscheidung verkraften: Die Stadt Hamm hat entschieden, dass das Spiel gegen den ASV Hamm nicht stattfinden kann. Es wurde verschoben. Gute Nachrichten für die Fans: Die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Für die nächsten beiden Heimspiele des TUSEM wurde der Kartenvorverkauf aber bereits gestoppt. Der TUSEM ist nicht nur abhängig von der Entscheidung der Stadt, ob es Geisterspiele oder Spiele mit maximal 1.000 Zuschauern gibt. Auch die Handball-Bundesliga hat ein Wörtchen mitzureden. Am Montag (16. März) will sie entscheiden, ob der Spielbetrieb insgesamt eingestellt wird. Bis dahin muss der TUSEM eh abwarten, wie der Verein mit der Entscheidung der Stadt umgeht.

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