
Was für ein neues Viertel entsteht in Essen-Leithe?
Seit dem Sommer 2026 baut der Allbau in Essen den „Leither Bogen“. Bis zuletzt war das Viertel als Litterode bekannt. Dort standen Mietshäuser aus den 1930er-Jahren. Früher waren dort auch wohnungslose Menschen untergebracht. Nach Angaben des Allbaus wurde geprüft, ob sich eine Sanierung der alten Häuser noch lohnt. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen sei das nicht der Fall gewesen. Deshalb wurden die 18 Doppelhäuser und die ehemalige Kita auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände abgerissen.
Seit rund drei Monaten laufen die Bauarbeiten. Zunächst entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit 14 Zwei-Zimmer-Wohnungen, sechs Drei-Zimmer-Wohnungen und acht Vier-Zimmer-Wohnungen. Außerdem sind 43 Stellplätze für Autos geplant. Die Wohnungen können nur mit einem Wohnberechtigungsschein gemietet werden. Die ersten Mieterinnen und Mieter sollen im Sommer 2028 einziehen. Zusätzlich sind vier weitere Mehrfamilienhäuser mit Sozialwohnungen geplant. Ihr Bau könnte im Frühjahr 2027 beginnen. Später sollen zwölf Einfamilienhäuser zum Kauf entstehen.
Auf dem Gelände werden auch Spielplätze und Grünflächen angelegt. Die Häuser bekommen Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Insgesamt investiert der Allbau 26 Millionen Euro.
Kampf für die Litterode in Essen: Wie ist der aktuelle Stand?
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Litterode in Essen waren von den Planungen des Allbau nicht begeistert. Lange haben sie für ihre Wohnungen und die dort entstandene Gemeinschaft gekämpft, auch vor Gericht. Dort wurden unter anderem Vergleiche geschlossen. Eine Mietpartei ist bis jetzt aber noch nicht ausgezogen, die Doppelhaushälfte steht noch. In ihrem Fall läuft in der ersten Oktoberwoche noch ein Berufungsverfahren am Landgericht in Rüttenscheid. Alle anderen haben selbst neue Wohnungen gefunden oder ihnen wurden vom Allbau Wohnungen angeboten.