Hochtief baut in Essen neue Konzern-Zentrale

Der Essener Baukonzern Hochtief baut im Essener Südviertel eine neue Konzernzentrale. Die aktuellen Hochtief-Gebäude am Opernplatz und an der Rellinghauser Straße werden komplett abgerissen, dann wird auf dem Gelände neu gebaut.

© sop-architekten

Hochtief will in Essen bleiben und baut neue Zentrale

Der Essener Baukonzern ist seit 1922 in Essen, zuerst an der Pferdebahnstraße und seit 1938 ist der Sitz des Unternehmens am Opernplatz. An den Seiten wird es nicht höher sein als die umliegenden Wohngebäude. Das neue Gebäude wird 6 Geschosse hoch sein, also kein Hochhaus. Von der Huyssenallee wird es hinter dem Aalto-Theater nicht hervor ragen. Ein Teil des alten Gebäudes sollte unter Denkmalschutz gestellt werden, dazu läuft aktuell noch ein Verfahren vor Gericht. Die Stadt hat dem Abriss und Neubau schon zugestimmt, weil sie den Erhalt der Arbeitsplätze in Essen für wichtiger hält als den Denkmalschutz des Gebäudes. Die Architekten hatten auch versucht, Teile zu erhalten, hätten dann aber sehr viele Nachteile wie Treppen, enge Flure und einen nicht mehr zeitgemäßen Eingang in Kauf nehmen müssen. Der Entwurf stammt von sop-architekten aus Düsseldorf. Der Abriss soll nach den aktuellen Plänen im März 2020 beginnen.

Modell der neuen Konzernzentrale im Südviertel© sop-architekten
Modell der neuen Konzernzentrale im Südviertel
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Neues Gebäude mit mehr Platz und Komfort für Mitarbeiter

Das alte Gebäude war damals für 200 Mitarbeiter gebaut worden. Heute sind dort und in den Anbauten rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Die alten Strukturen lassen sich nicht mehr mit modernem Arbeiten vereinbaren. Digitales Arbeiten brauche mehr Transparenz und keine Büros mit geschlossenen Türen, sagt Nikolaus Graf von Matuschka, Vorstandsmitglied bei Hochtief. Das Haus ist für modernenes Arbeiten geschaffen mit einem begrünten Innenhof, Dächern und Wasserflächen. Dazu wird es einen offenen Eingangsbereich, Ausstellungsräume, ein Café, ein Mitarbeiterrestaurant und ein Fitnessstudio geben. Während des Umbaus arbeiten die Mitarbeiter in den nächsten 3 bis 4 Jahren in den Gebäuden an der Alfredstraße.

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