ThyssenKrupp löst zwei Sparten auf

Die Organisation bei ThyssenKrupp im Westviertel soll an vielen Stellen anders werden. Der Konzern will die Sparten für Autoteile und Anlagenbau auflösen, sagen mehrere Medien. Dadurch sollen vor allem Stellen in der Verwaltung wegfallen.

Das gläserne Würfelgebäude von Thyssen-Krupp im Essener Westviertel.
© Radio Essen

Konzernumbau bei ThyssenKrupp in Essen

"Wir schauen jetzt nach vorn und setzen die strategische Neuausrichtung fort". So hat es die neue Übergangschefin bei ThyssenKrupp Martina Merz bei ihrem Amtsantritt letzte Woche gesagt. Jetzt kommen konkrete Pläne heraus. ThyssenKrupp will die Sparten für Autoteile und Anlagenbau auflösen, schreiben mehrere Medien. Beide Sparten haben ihre Sitz im Westviertel. Es soll vor allem bei der Verwaltung gespart werden. Sie soll in den Bereichen bald nur noch 200 Millionen Euro im Jahr kosten, aktuell ist es fast doppelt so viel.

ThyssenKrupp baut tausende Arbeitsplätze ab

Die Pläne für die Auflösung der Sparten sind noch vom ehemaligen Chef Guido Kerkhoff. Der musste letzte Woche gehen, sein Vertrag wurde aufgelöst. Zuletzt hatte ThyssenKrupp einen Verlust von fast 400 Millionen Euro eingefahren. Dazu kommen der gescheiterte Zusammenschluss mit der Stahlfirma Tata und der vorerst gescheiterte Konzernumbau. Außerdem ist ThyssenKrupp aus der ersten deutschen Börsenliga, dem DAX herausgeflogen. Zu den neuen Berichten über Veränderungen will ThyssenKrupp bisher offiziell nichts sagen.

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