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Genügend Kita-Plätze in Essen - Eltern haben jetzt die Wahl
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Genügend Kita-Plätze in Essen - Eltern haben jetzt die Wahl

In Essen haben Eltern fast überall die Wahl für Kita-Plätze. In der Stadt gibt es mittlerweile ausreichend Plätze in den Kitas. Nur in einigen Stadtteilen müssen Eltern noch suchen. Warum ist das plötzlich so?

Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 08:53

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Warum gibt es in Essen inzwischen genügend Kita-Plätze?

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Die Stadt Essen hat in den letzten Jahren zusammen mit den Trägern der Kitas immer mehr Plätze geschaffen und neue Kitas geplant und gebaut. In den letzten Jahren kommen allerdings immer weniger Kinder zur Welt. Das bedeutet, dass es mittlerweile sogar schon freie Plätze in einigen Kitas gibt. Zum 1. August diesen Jahres werden Plätze für 487 Kinder zusätzlich bereitstehen. In Altenessen-Süd, Katernberg, Stoppenberg, Freisenbruch und Kettwig öffnen jeweils neue Kitas. Die Kitas betreiben unter anderem die AWO, der Kita-Zweckverband oder das Mehrgenerationenhaus Essen. In Kray am Pramenweg wird die Childcare Gesellschaft außerdem ab dem 1. Februar 2027 15 Plätze bereitstellen. In vielen Stadtteilen gibt es also inzwischen ausreichend Plätze in den Kitas.

In einigen Stadtteilen dagegen suchen Eltern aber weiter nach einem Platz für ihr Kind. Die Stadt plant deshalb inzwischen ganz genau je nach Lage in den einzelnen Stadtteilen mit den Kita-Trägern, ob dort noch eine neue Kita gebaut werden soll oder nicht. Die Stadt will so vermeiden, dass es zu viele Kita-Plätze in einigen Stadteilen gibt und die Kitas dann nicht mehr ausgelastet sind und in anderen Stadtteilen weiterhin zu wenig Angebote vorhanden sind. Für Eltern wird somit die Lage besser. Für die Betreiber der Kitas allerdings entstehen damit Probleme.

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Was bedeutet in Essen ein leerer Kita-Platz für die Betreiber?

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Für die Betreiber der Kitas in Essen bedeuten nicht ausgelastete Kitas einen Verlust. Das Land NRW bezahlt laut Kinderbildungsgesetz nur für Kinder, die auch betreut werden. Bleiben Plätze also frei, gibt es für die Träger auch kein Geld. Die Betreiber müssen aber weiter ihre Erzieherinnen und Erzieher bezahlen und auch die Miete, den Strom und weitere Nebenkosten. Inzwischen gibt es eine neue gesetzliche Regelung, die aber nicht ausreicht, um die Verluste aufzufangen. Das haben die Kita-Träger bereits kritisiert. Sie kritisieren auch weitere neue Regelungen im Gesetz. Für die Tageseltern ist die Situation sogar noch schwieriger. Sie betreuen in der Regel nur bis zu 15 Kinder und werden ebenfalls pro betreutem Kind bezahlt. Früher waren sie für viele Eltern die letzte Rettung, wenn sie arbeiten gehen wollten und einen Betreuungsplatz für ihre Kinder gesucht haben. Immer mehr Tageseltern geben allerdings inzwischen auf. Die Stadt Essen hat einen Rückgang von 10 Prozent der Plätze pro Jahr festgestellt. Im März diesen Jahres gab es noch 2017 Plätze in der Kindertagespflege. Das sind 843 Plätze weniger als noch im Jahr davor. Im November wird eine Kita des Kinderschutzbundes in Karnap geschlossen. Hier gibt es allerdings einen neuen Eigentümer für das Gebäude und der Mietvertrag für die Kita ist ausgelaufen.

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Bekommen wirklich alle Eltern in Essen einen Kita-Platz?

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Die Stadt Essen unterscheidet zwischen Plätzen für Kinder unter 3 Jahren und über 3 Jahren. In den Kitas gibt es inzwischen für 43 Prozent der Kinder unter 3 Jahren einen Betreuungsplatz. Nicht alle Eltern wollen ihre Kinder schon mit unter 3 Jahren in die Kita oder zu Tageseltern bringen. Eltern mit Kindern über 3 Jahren haben praktisch alle die Möglichkeit ihre Kinder in einer Kita oder bei Tagesmüttern anzumelden. Hier stellt die Stadt Essen 97 Prozent der Eltern einen Platz zur Verfügung. Es werden auch noch weiter mehr Kitas gebaut, aber die Stadt stimmt mit den Kita-Trägern inzwischen sehr genau ab, wo noch Plätze wirklich benötigt werden. Einige Projekte, die aber schon seit langer Zeit geplant wurden, werden trotzdem noch umgesetzt, erklärt eine Sprecherin der Stadt Essen auf Radio Essen-Nachfrage. In den nächsten fünf Jahren wird die Nachfrage nach Kita-Plätzen aber weiter sinken. Gleichzeitig muss die Stadt aber auch immer mehr Plätze in der Offenen Ganztagschule anbieten. Hier haben Eltern mit Kindern in der ersten Klasse ab dem kommenden Schuljahr ebenfalls einen Anspruch auf einen OGS-Platz.

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