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OGS in Essen: Jedes Kind soll einen Platz bekommen
© Stadt Essen
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OGS in Essen: Jedes Kind soll einen Platz bekommen

Nach den Sommerferien wird es in Essen deutlich mehr Gruppen in der Offenen Ganztagsschule an den Grund- und Förderschulen geben. Die Nachfrage ist groß. Eltern mit Kindern in der ersten Klasse haben einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz.

Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2026 03:34

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Wie werden in Essen in Zukunft die Kinder alle betreut?

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Die Jugendhilfe Essen gGmbH organisiert die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule. Im kommenden Schuljahr werden mehr als 15.000 Kinder dort betreut. Dafür hat die Jugendhilfe mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Schon vor Jahren, als immer mehr Eltern nach einer Betreuung für ihre Kinder nach dem Unterricht gesucht haben, hat die Jugendhilfe ein neues Ausbildungsprogramm gestartet. Zuerst waren es gerade einmal sieben oder acht Auszubildende, inzwischen sind es über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Fachkraft im Offenen Ganztag ausgebildet werden. So gewinnt die Jugendhilfe das Personal für die Betreuung der Kinder. Außerdem hat die Stadt Essen nach und nach an vielen Schulen neue Räume eingerichtet. Der Ausbau läuft auch immer noch. Gerade wird der Anbau an der Käthe-Kollwitz-Schule in Rüttenscheid fertig. Dort hat sich unsere Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl mit dem Geschäftsführer der Jugendhilfe Thomas Wittke und Bettina Brockers, kaufmännische Fachbereichsleiterin Offener Ganztag, getroffen. Ab dem neuen Schuljahr haben die Eltern, deren Kinder in die erste Klasse kommen, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Klappt das denn auch oder müssen andere Eltern jetzt auf den Platz in der Offenen Ganztagsschule verzichten?

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit der Jugendhilfe
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Wie organisieren die Erzieher in Essen die Betreuung?

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Die Erzieherinnen an der Käthe-Kollwitz-Schule in Rüttenscheid arbeiten eng mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammen. Sie tauschen sich regelmäßig aus. Die Erzieherinnen gehen mit in den Unterricht und die Lehrerinnen und Lehrer kommen umgekehrt auch in der Nachmittagsbetreuung vorbei. Hier ist dann auch mal mehr Zeit, um mit den Kindern in Ruhe zu sprechen. Da der Platz in den Räumen der Offenen Ganztagsschule aber knapp ist, muss alles perfekt organisiert werden. Dafür stimmen sich die beiden Chefinnen aus dem Offenen Ganztag und die Schulleiterin ab. Sogar der Stundenplan wird so angepasst, dass erst eine Gruppe Kinder in die Betreuung geht, danach zu Mittag isst und dann Hausaufgaben macht. Dafür sind die Kinder immer in unterschiedlichen Räumen. So ist dann Platz für die nächste Gruppe. Auch in der Mensa ist es eng. 250 Kinder können nur in sechs Schichten essen. Es passen jeweils nur knapp 50 Kinder in die Mensa. Trotzdem liebt Gabi Schiewald ihre Arbeit und freut sich über die Kinder, wenn sie zum Beispiel Dinge kritisch hinterfragen. Zuletzt haben sie eine Demonstration organisiert, weil sie sich wünschen, dass die Auszubildende bei ihnen bleibt, erzählt Gabi Schiewald Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl.

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit Erzieherin Gabi Schiewald
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Welche Vorteile haben Kinder in Essen, wenn sie nachmittags in die Offene Ganztagsschule gehen?

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Stefanie Müller leitet in Essen die Käthe-Kollwitz-Schule und ist begeistert, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und den Erzieherinnen in der Offenen Ganztagsschule klappt. Für die Kinder sei es wichtig, wenn sie nachmittags noch in der Offenen Ganztagsschule sind. Denn hier treffen sie ihre Freunde, können gemeinsam spielen und lernen. Was die Kinder im Unterricht lernen, wird in der Offenen Ganztagsschule ganz praktisch erlebt. Wenn es am Vormittag in der Schule um Frühblüher geht, dann pflanzen die Kinder am Nachmittag Tulpenzwiebeln. Wenn sich Erzieherinnen und Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig austauschen, dann kennen alle die Kinder viel besser und können sie unterstützen. Stefanie Müller wünscht sich deshalb, dass alle noch intensiver zusammenarbeiten und der Rechtsanspruch auf den OGS-Platz ab der ersten Klasse ist für sie schon lange überfällig, sagt sie im Interview mit Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl.

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit Schulleiterin Stefanie Müller
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Das sind die Zahlen in Essen

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Die Stadt Essen will ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 rund 650 Gruppen in der Offenen Ganztagsschule anbieten. Dort können 15.372 Kinder betreut werden. Die Jugendhilfe Essen bietet damit zusätzlich 77 Gruppen an. Damit liegt die Betreuungsquote bei 78 Prozent. Die Stadt zählt dabei auch die Betreuung der Kinder in „Acht bis Eins" dazu. Die Jugendhilfe sichert damit allen Eltern, deren Kinder in die erste Klasse kommen, einen Platz in der Offenen Ganztagsschule zu. Es sollen dafür aber keine Viertklässler plötzlich nicht mehr betreut werden. „Dazu darf es nicht kommen", betont der Geschäftsführer der Jugendhilfe Thomas Wittke. Bei Einzelfällen, die es sicherlich geben wird, sollen sich die Eltern an die Jugendhilfe wenden. Der Ausbau der Betreuung kostet die Stadt rund 20 Millionen Euro mehr. Die Stadt muss zum Beispiel Möbel für die neuen Räume anschaffen.

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