
Internationaler Einsatz in Essen
Europol und die Bundespolizei sind in Essen am Mittwoch (25. März) im Einsatz. Hintergrund ist das Thema Schleusungskriminalität, heißt es von einem Sprecher der Bundespolizei. Es gehe um Bootsschleusungen über den Ärmelkanal nach Großbritannien. Mehr Infos kann die Bundespolizei bisher nicht rausgeben. Sie arbeitet bei diesem Einsatz mit den Belgischen Ermittlungsbehörden zusammen - koordiniert werde er von Eurojust (Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen) und Europol. Der Artikel wird aktualisiert, sobald mehr Informationen vorliegen.
Im Dezember 2024 gab es bereits eine große Razzia von Europol in Essen. Damals ging es um Essen als eine Art "Drehkreuz" für ein Schleuser-Netzwerk.
Mehrere Festnahmen in Essen
Die Bundespolizei und Europol waren mit über 500 Eisatzkräften in Essen, Gelsenkirchen, Marl, Herdecke und Lüdenscheid im Einsatz. 15 Objekte wurden durchsucht und 4 Personen festgenommen. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Boote, Rettungswesten, über 50.000 Euro Bargeld und Schusswaffen. Die Maßnahmen sind Teil internationaler Ermittlungen gegen ein Schleusernetzwerk, das gefährliche illegale Überfahrten nach Großbritannien organisiert und dabei hohe Gewinne erzielt - circa 100.000 bis 150.000 Euro pro Boot. Die Boote sind für eine solche Überfahrt aber gar nicht geeignet. Deswegen würden die Schleuser in Kauf nehmen, dass sich Geflüchtete bei einer Überfahrt über den Ärmelkanal in Gefahr begeben, sagt die Bundespolizei. Die festgenommenen Personen sollen jetzt an die belgischen Behörden ausgeliefert werden.




