
Warum verzögert sich der Baustart in Essen?
Der geplante Beginn der Sanierungsarbeiten an der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden verschiebt sich nach hinten. Es fehlen aktuell noch notwendige wasserrechtliche Genehmigungen der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese Genehmigungen werden gerade noch geprüft, da ein Teil der Arbeiten direkt unterhalb der Brücke ausgeführt werden müssen. Weil es auf der Brücke eine Gewichtsbeschränkung gibt, können oberhalb keine schweren mobilen Arbeitsbühnen eingesetzt werden. Auch das Anbringen von Hängegerüsten an der Konstruktion ist technisch nicht möglich. Deshalb müssen die Bauarbeiter vom Wasser aus arbeiten.
Bei diesen Arbeiten müssen die Experten mögliche Hochwasserereignisse genau im Blick behalten. Die Stadt Essen wartet jetzt darauf, dass die Bezirksregierung grünes Licht für das Vorhaben gibt. Erst wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Stadt die nächsten Schritte einleiten.
Was genau wird an der Brücke in Essen gemacht?
An der Gustav-Heinemann-Brücke stehen wichtige Verstärkungsmaßnahmen an, um die Stabilität der Brücke zu sichern. Geplant ist, den Randbereich zwischen der Fahrbahn und dem Gehweg zu verstärken. Zuerst müssen die Bauarbeiter den alten Asphalt und das Pflaster entfernen, um an die Grundsubstanz zu kommen. Danach sollen Spannelemente eingebaut werden, um die Brücke wieder belastbarer zu machen.
Gleichzeitig untersuchen Experten den Spannstahl an der Fahrbahn ganz genau. Eine gute Nachricht gibt es bereits: Nach aktuellem Stand sind die ursprünglich geplanten, sehr aufwendigen Arbeiten im Inneren der Brücke nicht mehr nötig. Das spart Zeit und Aufwand bei der eigentlichen Sanierung. Wenn die Genehmigungen vorliegen, will die Stadt Essen die Bauleistungen offiziell ausschreiben.
Wie sieht der weitere Zeitplan für Essen aus?
Die Verantwortlichen hoffen, dass alle Genehmigungen zeitnah kommen, damit die Ausschreibung veröffentlicht werden kann. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Baubeginn für den kommenden Herbst geplant. Die gesamte Bauzeit wird auf sieben Monate geschätzt. Um den Autofahrerinnen und Autofahrer so wenig wie möglich zu belasten, sollen die Arbeiten in mehreren Abschnitten durchgeführt werden. Die Stadt Essen hat angekündigt, rechtzeitig über den genauen Zeitplan und mögliche Umleitungen zu informieren.