Essener Klimaaktivisten beenden Gespräche mit Stadt

Die Essener Klimaschützer von „Fridays for Future“ beenden die regelmäßigen Gespräche mit der Stadt. Sie sind frustriert, weil nach über einem Jahr des öffentlichen Protests so gut wie nichts passiert sei, schreiben sie in einem offenen Brief. Vor allem Oberbürgermeister Thomas Kufen wird scharf kritisiert.

© Fabian Schulenkorf/Radio Essen

Essener Klimaschützer sind frustriert

45 Minuten kam Oberbürgermeister Thomas Kufen laut den Essener Klimaschützern bei einem Treffen zu spät, außerdem ging er oftmals auch früher. Das sei unhöflich und respektlos, heißt es in dem offenen Brief. Ein weiterer Vorwurf: OB Thomas Kufen nutze die Debatte um Klimaschutzpolitik anscheinend lieber als Wahlkampfthema, statt konkrete Maßnahmen durchzusetzen. Deshalb wollen die Essener Klimaaktivisten nicht mehr mit Thomas Kufen sprechen. Der bedauert diesen Schritt und bezeichnet die Gespräche als konstruktiv. Man habe der Fridays-Bewegung sogar eine Mitarbeit bei der Grünen Hauptstadt-Agentur angeboten und sei weiter gesprächsbereit, sagt Kufen gegenüber Radio Essen.

Kritik an Umweltspur auf Alfredstraße in Essen-Rüttenscheid

Nach über einem Jahr des öffentlichen Protests sei so gut wie nichts passiert, schreiben die Essener Aktivisten von "Fridays for Future" außerdem in dem Brief: "Angekündigte Maßnahmen wie eine Umweltspur oder das Tempo 30 an der Alfredstraße sind absolut kein umweltpolitisches Engagement oder gar eine klimapolitische Ganzleistung der Stadtregierung unter Kufen", steht so wörtlich in dem Brief. Die Klimaschützer fordern ein ernsthafter und wirksames Engagement - was das genau bedeutet, steht in dem Brief nicht geschrieben.

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