
Essen wieder im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler: Dieses Mal hiermit!
Essen hat es auch in diesem Jahr wieder in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft. Projekte aus unserer Stadt waren schon öfter im Schwarzbuch. Hier lest Ihr, was es dieses Mal geworden ist.
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Wieso ist Essen wieder im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler gelandet?
Essen ist mal wieder im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler gelandet. Dieses Mal mit einer Werbekampagne für die S6, die zwischen Essen und Düsseldorf fährt.
"Die S6 fährt wieder" - mit diesem Slogan hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Ende letzten Jahres geworben, nachdem die S6 nach zwei Jahren Schienenersatzverkehr endlich wieder fahren konnte. Auf 28 digitalen Außenwerbeflächen, 49 Plakatwänden und 13 Litfaßsäulen alleine in Essen prangte der Slogan für einige Wochen. Schon damals hatte der Bund der Steuerzahler die Kampagne kritisiert. Jetzt ist sie auch im Schwarzbuch gelandet. Der Bund der Steuerzahler kritisiert konkret, dass die Kampagne überflüssig und damit Geldverschwendung war. Pendlerinnen und Pendler hätten diese Informationen auch über andere Wege bekommen. Und: Die Kampagne kam zu einer Zeit, als die S6 noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.
Womit war Essen schon im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler?
Essen stand schon ein paar Mal im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler: Mit dem Stadion an der Hafenstraße (Neubau zu teuer, Betrieb nicht kostendeckend), dem Sanaa-Gebäude auf Zollverein (u.a. schon nach 12 Jahren sanierungsbedürftig), einer Fußgängerbrücke an der Corlißstraße in Holsterhausen über die A 40 (100 Meter weiter gibt es noch eine Brücke, über die Fußgänger gehen können) oder zwei Aussichtsplattformen an der Brehminsel in Werden (zu teuer, mussten teils nachgebessert werden, im Sommer sieht man vor lauter Grün nichts).
Mit dem Schwarzbuch werden jeden Herbst Steuerverschwendungen und Fehlplanungen von Bund, Ländern und Kommunen angeprangert.