Essen: Erste-Hilfe-Olympiade der Johanniter

In Essen wurde am Samstag der Landeswettbewerb für Lebensretter der Johanniter ausgetragen. In Rüttenscheid sind zahlreiche "Verletzte" geborgen und versorgt worden - in einem fairen Wettkampf.

© Tobias Eilers, Johanniter

In Essen wurde geübt - um im Ernstfall Leben zu retten

In der Grugahalle und im Grugapark haben am Samstag (18. Juni) die Johanniter ihre "Erste-Hilfe-Olympiade" ausgetragen. Rund 500 Johanniter aus ganz NRW waren dabei. Die Altersspanne reichte von 6 bis 60 Jahre. Je nach Altersklasse und Ausbildungsstand mussten die Teilnehmer unterschiedliche Aufgaben lösen und "Verletzte" bergen, retten und versorgen. Dabei wurden sie von Schiedsrichtern bewertet. Am späten Nachmittag gab es dann die Siegerehrung der Teams in der Grugahalle. Bei den Erwachsenen gewann am Ende ein Team des Regionalverband Bonn/Rhein/Sieg/Euskirchen, bei den Kindern bis 12 Jahre der Regionalverband Ruhr-Lippe. Ein Essener Team war nicht dabei, weil die Essener Johanniter Ausrichter waren.

Viele Teilnehmer haben mehrere Monate für den Wettkampf trainiert. Er sollte ursprünglich schon 2020 rund um die Grugahalle stattfinden, musste wegen der Corona-Pandemie aber verschoben werden.

Johanniter-Olympiade: Schon die Jüngsten sind in Essen dabei

Schon mit 6 Jahren können Grundschülerinnen und Grundschüler bei dem Wettkampf mitmachen. Ihre Aufgabe war es beispielweise kleinere Verletzungen zu versorgen, bei Sportverletzungen erste Kühlverbände aufzulegen oder einen Rettungswagen zu rufen. Das haben sie als Ersthelfer bereits gelernt. Bei dem Wettbewerb haben sie aber auch kleine Bastelaufgaben und andere kindgerechte Aufträge bekommen. Die Profis mussten ganz andere Aufgaben lösen. Sie bekamen Fälle mit mehreren Verletzten, Herz- und Schlaganfällen oder auch Verletzte mit starken Blutungen. Ihre Arbeit wurde von Schiedsrichtern mit Punkten bewertet. Um alles möglichst realistisch zu gestalten, wurden die "Verletzten" auch entsprechend geschminkt.

Die Johanniter machen diese Wettkämpfe landesweit alle zwei Jahre. Außerdem gibt es solche Wettbewerbe noch bundesweit. Sie sollen dazu dienen, die Fähigkeiten weiter zu trainieren, um im Ernstfall die bestmögliche Versorgung leisten zu können.

Ganz viel Spaß rund um den eigentlichen Wettbewerb

Der Spaß kam bei der Olympiade nicht zu kurz. Die Teilnehmer aus rund zehn Regionalverbänden in NRW haben sich verschiedene Bollerwagen gebaut. Bestückt sind diese nicht nur mit der nötigen Ausrüstung der Lebensretter, sondern auch mit kalten Getränken, Lautsprecherboxen und Grills. Besonders die Johanniter aus Aachen haben mit ihren Stimmungsliedern aus dem Karneval auf sich aufmerksam gemacht. Mit dabei waren auch die Hundestaffeln einiger Verbände. Im Schatten der Grugahalle mussten sie verschiedene Hindernisse wie eine Wippe oder einen beweglichen Steg überwinden. Außerdem ging es darum eine hilflose Person zu finden.

© Radio Essen, Timm Schröder

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