Corona in Essen: Diese Regeln gelten unabhängig von der Inzidenz

Die neue Corona-Schutzverordnung von Mitte August bringt auch in Essen neue Regeln. Hier gibt es die Übersicht.

Maskenplicht Hinweisschild Essen Willy-Brandt-Platz
© Radio Essen / Tobi Bitter

Update vom 10. September:

Der Bundesrat hat eine Gesetzesänderung verabschiedet, nachdem künftig die Hospitalisierungsrate ausschlaggebend sein soll für etwaige Corona-Maßnahmen. Das heißt, das wichtig ist, wieviele Menschen mit oder wegen ihrer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen. Konkret ist im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen, aufgrund einer Corona-Erkrankung, je 100.000 Einwohner in sieben Tagen der wesentliche Maßstab wird. Außerdem sollen die Neuinfektionen, die verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten sowie die Anzahl der Geimpften wichtige Indikatoren bleiben.

Letztlich sollen aber die Länder entscheiden, ab welcher Höhe der Hospitalisierungsrate Regeln gesetzt werden. Die Unterschiede der Lagen in den Bundesländern sei so unterschiedlich, dass eine einheitliche Regelung zurzeit nicht geplant ist.

Zu den nachfolgend aufgeführten aktuellen Corona-Regeln für NRW und Essen, findet Ihr hier die aktuellen Quarantäne-Regeln an Schulen sowie die Stellungsnahme zu den kostenpflichtigen Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober.

Aktuelle Corona-Regeln: Das gilt in Essen

Die aktuellen Corona-Regeln bedeuten vor allem Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Ungeimpfte müssen dagegen einige Einschnitte in Kauf nehmen. Sie brauchen für fast alle Angebote einen negativen Corona-Test. Das umfasst unter anderem:

  • Veranstaltungen in Innenräumen (zusätzlich Hygienekonzept)
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (ab 1.000 Personen)

Für Lebensbereiche, in denen es ein besonders hohes Risiko für eine Ansteckung gibt, also in Clubs, Diskotheken und bei großen privaten Feiern muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Ab Mitte Oktober müssen die Tests auch selbst bezahlt werden. Schnelltests wie bisher reichen dort nicht mehr aus. In Krankenhäusern, Flüchtlingsunterkünften oder ähnlichen Einrichtungen gilt die 3G-Regel (Geimpft, Genesen, Getestet).

Wenn Ihr Euch die neue Verordnung und die neuen Regeln im Detail anschauen wollt, findet Ihr das Dokument hier.

Corona in Essen: Das sind die Reaktionen auf die Regelungen

Bei uns in Essen haben die neuen Regeln vor allem einen Einfluss auf die Clubszene. Die Essener Diskotheken dürfen zwar wieder öffnen, für Ungeimpfte wird ein Besuch aber eine kostspielige Angelegenheit. Die PCR-Tests sind deutlich teurer, als die bisherigen Schnelltests. Eine Einschätzung der Essener Clubbesitzer zu den neuen Regeln findet ihr hier.

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