Bürgerinitiative in Essen kämpft für Tempo 30

Das Gefühl an einer gefährlichen Straße zu wohnen, das haben einige in Essen. So geht es auch den Anwohnern an der Arenbergstraße in Karnap. Die Straße führt direkt von Karnap auf die B224, dementsprechend viele Autos sind da unterwegs. Jetzt soll die A52 ausgebaut werden. Der Super-GAU für die Anwohner.

© Anne Schweizer/ Radio Essen

Autobahnausbau in Essen ist Super-GAU für die Anwohner

Der geplante Ausbau der A52 in Essener Norden sorgt für großen Ärger bei den Anwohnern. Eine Bürgerinitiative kämpft seit über einem Jahr dafür, dass die Arenbergstraße in Karnap zur Tempo 30 Zone wird. Wenn die angrenzende B224 zur A52 ausgebaut wird, ist das aber definitiv nicht mehr möglich. Denn dann wäre die Straße ein direkter Autobahnzubringer. Die Anwohner sehen ihre Lebensqualität bedroht, schon jetzt ist es zu laut und zu gefährlich an der Straße, sagen sie. Deshalb machen sie mit roten Bannern, auf denen Tempo 30 steht, auf ihre Situation aufmerksam. Auch Unterschriften haben sie gesammelt und an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben.

An den Häusern in der Arenbergstraße hängen große rote Banner© Anne Schweizer/ Radio Essen
An den Häusern in der Arenbergstraße hängen große rote Banner
© Anne Schweizer/ Radio Essen

Stadt Essen kann nicht helfen

In einer Stellungnahme der Stadt heißt es, dass es an manchen Häusern schon jetzt nachts zu laut ist und dass das durch einen Autobahnausbau noch deutlich mehr werden würde. Das Gesundheitsamt gibt zu bedenken, dass zu viel Lärm gesundheitsschädlich ist. Die Stadt fordert deshalb von Straßen.NRW bei einem Ausbau eine Lärmschutzwand, die mindestens viereinhalb Meter hoch ist. Das reicht der Bürgerinitiative nicht, sie will weiter kämpfen.

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