Bistum Essen: Neue Regeln gegen Missbrauch in der Kirche

Das Bistum Essen erarbeitet jetzt neue Regeln, wenn es zu Missbrauch in der Kirche kommt. Damit sollen die alten Fälle aufgearbeitet und neuer Missbrauch vermieden werden.

© Foto: Achim Pohl | Bistum Essen

Im Bistum Essen geht die Aufarbeitung weiter

Das Bistum Essen kann jetzt den nächsten Schritt bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und Machtmissbrauch gehen. Ruhr-Bischof Overbeck hat Anfang des Jahres eine umfassende Liste mit Vorschlägen bekommen. Darin geht es um die Arbeit mit dem Personal im Bistum, die Lebenssituation der Priester und das Verständnis des Weiheamtes sowie die Prävention. Bereits jetzt hat das Bistum zwei Ansprechpartner für die Prävention und die Intervention. Weitere Ansprechpartner bei Fällen von sexualisierter Gewalt sind unabhängig vom Bistum Essen und nicht dort angestellt.

So will das Bistum weiter vorgehen

Ruhr-Bischof Overbeck will jetzt die zahlreichen Vorschläge sichten, sortieren und daraus soll ein Fahrplan für die Umsetzung entstehen. Schon jetzt kann jeder diese Handlungsempfehlungen auf der Homepage des Bistums Essen nachlesen. Das Bistum setzt auch direkt erste Vorschläge um, so werden in den Jahresgesprächen mit den Mitarbeitenden entsprechende Themen angesprochen und dafür sensibilisiert. Es soll einen Newsletter geben für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen. Außerdem hat das Bistum eine Studie in Auftrag gegeben, die aufdecken soll, welche Strukturen im Bistum sexualisierte Gewalt in der Kirche begünstigt hat.

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