
Warum steigt Hochtief aus Essen in den Dax auf?
Der Baukonzern Hochtief aus Essen-Rüttenscheid steigt erstmals in den DAX auf und gehört damit seit Montag (22. Juni) zu den 40 wichtigsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Hochtief verdrängt dabei die Porsche SE, den Großaktionär des Volkswagen-Konzerns, aus dem deutschen Leitindex. Der Aufstieg kommt nicht überraschend: Die Hochtief-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten stark zugelegt und ihren Wert mehr als verdreifacht. Gleichzeitig sind die Auftragsbücher so voll wie nie zuvor. Ende März lag der Auftragsbestand auf einem Rekordniveau von mehr als 79 Milliarden Euro.
Ein wichtiger Grund dafür ist der Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz in den USA. Außerdem profitiert Hochtief von umfangreichen Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern. Auch beim Bau und Rückbau von Atomkraftwerken ist der Konzern aktiv.
Wofür ist Hochtief aus Essen bekannt?
Hochtief aus Essen kann auf eine rund 150-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Der Konzern war an vielen bekannten Bauprojekten auf der ganzen Welt beteiligt. Dazu zählen die Elbphilharmonie in Hamburg, der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz, die erste Bosporus-Brücke in Istanbul und der Burj Khalifa in Dubai – das höchste Gebäude der Welt. Zum Konzern gehören zahlreiche Baufirmen weltweit. Hauptaktionär ist der spanische Bau- und Dienstleistungskonzern ACS. Insgesamt beschäftigt Hochtief rund 61.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die meisten arbeiten in Australien, den USA und Indien. In Deutschland sind es etwa 3.700 Beschäftigte.