Bauern aus Essen fahren zur großen Demo

Erneut fahren Landwirte aus Essen mit ihren Treckern zu einer großen Demo nach Münster. Wegen der Corona-Krise gab es in den letzten Monaten keine Proteste. Jetzt geht es weiter.

© Narciandi

Landwirte aus Essen fahren zur Demo

Rund 20 Landwirte fahren heute in den frühen Morgenstunden mit ihren Treckern nach Münster. Dort treffen sich dann rund 1.000 Landwirte auf ihren Treckern zu einer gemeinsamen Demonstration. Auch in Bonn werden Landwirte mit ihren Treckern erwartet. Die Bauern wehren sich gegen die Vorwurf der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, dass sie allein für den Verlust der Artenvielfalt verantwortlich sind. "Was Politik, Industrie und Verbraucher der Umwelt antun, können wir nicht alleine korrigieren", heißt es von einigen Landwirten. Sie fordern den Rücktritt der Ministerin. Die hatte in den letzten Tagen aus Anlass des Tages der Artenvielfalt in verschiedenen Medien den Landwirten die Schuld am Artensterben gegeben. Kritik gibt es auch wegen verschärfter Umweltauflagen. Weniger Dünger heiße auch weniger Ertrag. Doch schon jetzt haben es die Landwirte aufgrund geringer Lebensmittelpreise schwer. Auf einem Schild bei der Demo in Münster ist zu lesen "20 Prozent weniger Dünger - 100 Prozent weniger Bauern". Die Landwirte werben daher auch für den Wert ihrer Lebensmittel mit Slogans, wie "Hat der Bauer große Not, fehlt im Laden bald das Brot".

Nicht die erste Demo mit vielen Treckern

Schon im letzten Jahr im November gingen viele Landwirte auf die Straße. Damals gab es einen großen Trecker-Konvoi durch Essen. Die Landwirte waren auf dem Weg nach Berlin, um dort gegen das geplante Klimapaket zu demonstrieren. Rund 400 Trecker fuhren deshalb durch halb Essen auf dem Weg nach Berlin.

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