
Wo wird die neue Autobahnbrücke in Essen gebaut?
Die Autobahnbrücke auf der A52 zwischen Essen und Düsseldorf wird auf der Kettwiger Seite neu gebaut. Die Autobahn GmbH treibt die Planungen inzwischen intensiv voran. Die Mintarder Brücke über die Ruhr ist zwar noch nicht so marode wie die Brücke auf der A42 über den Rhein-Herne-Kanal, aber ihre Jahre sind gezählt. Sobald es wärmer wird, sollen an der Brücke Sensoren angebracht werden, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autobahn GmbH die Brücke besser überwachen können. Die Daten werden mithilfe einer KI ausgewertet. Das ist ein weiterer Schritt, um dafür zu sorgen, dass die Brücke noch einige Jahre hält. Der Bau der neuen Brücke wird noch einige Jahre dauern.
Wann wird die Autobahnbrücke in Essen neu gebaut?
Die Autobahn GmbH hat inzwischen die ersten Pläne fertig. Die Pläne wurden auch schon mit einigen Anwohnerinnen und Anwohnern im Ruhrtal besprochen. Zunächst braucht die Autobahn GmbH eine gültige Genehmigung für den Bau der neuen Brücke. Dazu muss ein Planfeststellungsverfahren beim Fernstraßenbundesamt beantragt werden. Das soll im nächsten Jahr passieren. Dann können auch die Städte Essen und Mülheim und andere Organisationen und Verbänden und auch Anwohnerinnen und Anwohner ihre Einwände geltend machen. Wenn aber alles glatt läuft, dann sollte 2029 der fertige Beschluss vorliegen und 2030 könnte der Neubau der ersten Hälfte der Brücke starten.
Wie wird die Autobahnbrücke in Essen neu gebaut?
Die Autobahnbrücke von Essen nach Düsseldorf über die A52 wird in zwei Hälften gebaut. Zuerst soll eine neue Brücke direkt neben die alte Brücke gebaut werden. Die Brücke wird dann etwas länger als die alte Brücke und auch die Autobahn wird entsprechend anders verlaufen. Das bedeutet, dass die Bauern im Ruhrtal Flächen abgeben müssen. Die Autobahn GmbH muss noch mit den Eigentümern über einen Ankauf der entsprechenden Grundstücke verhandeln. Die erste Brückenhälfte soll dann in drei Jahren fertig sein. Dann wird der Verkehr über diese Brücke fahren und die alten Brücke wird abgerissen und an der Stelle wird die andere Hälfte der Brücke neu gebaut. Die Autobahnbrücke wird dann jeweils drei Spuren in jede Richtung haben und auch die gesamte A52 soll so auf sechs Spuren ausgebaut werden. Auf der neuen Brücke wird außerdem ein Radweg gebaut. Die Autobahn GmbH kann den Weg für ihre Arbeiten nutzen, der Teil der Brücke wird aber auch für Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben.
Was bedeutet der Ausbau der Autobahnbrücke für Anwohnerinnen und Anwohner?
Die neue Autobahn nach Essen würde nach den aktuellen Plänen deutlich näher an die Siedlung Ickten heranrücken. Für die Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das mehr Lärm und schlechtere Luft. Bauer Jochen Unterhansberg fürchtet sogar um seine Existenz. Seine Familie betreibt auf den Flächen zwischen der Autobahn und der Meisenburgstraße einen Pferdebetrieb. Die Eigentümer der Pferde haben in den Ställen Boxen und die Tiere genügend Auslauf. Wenn die Flächen kleiner werden, dann kann die Familie die gesetzlichen Bestimmungen für den Auslauf der Pferde nicht mehr einhalten. Ob die Einstaller außerdem die Bauzeit mitmachen, ist ebenfalls offen. Außerdem hält Jochen Unterhansberg dort auch Hühner. Die Eier verkauft er im Buchholzhof direkt an der Meisenburgstraße. Würde die Autobahn auf anderen Seite gebaut, dann würde das nicht so viele funktionierende landwirtschaftliche Betriebe betreffen. Dort sind die Flächen meist verpachtet und die Eigentümer würden möglicherweise auch verkaufen, erklärt Bauer Jochen Unterhansberg auf Radio Essen-Nachfrage.
Außerdem will die Autobahn GmbH den Rastplatz Ickten vergrößern und mehr Platz für LKW dort schaffen. Auch darüber machen sich die Anlieger im Ruhrtal Sorgen. Die Autobahn GmbH will bis zum Sommer alle Anwohnerinnen und Anwohner noch genauer über die Pläne informieren.