Wegen Coronavirus: Mehr Raser auf den Straßen unterwegs

Die leeren Straßen aktuell verleiten offenbar viele Essener zum Rasen. Die Polizei sagt, dass sie gerade viele zu schnelle Autos bemerkt. Sie will deshalb in den nächsten Tagen öfter kontrollieren.

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Coronavirus in Essen: Polizei beklagt viele Raser

Die Straßen in Essen sind gerade teilweise wie leer gefegt. Die ungewohnte Leere verführt viele offenbar zum Rasen. Die Polizei hat in den letzten Tagen viele zu schnelle Autos bemerkt. Sie belegt das auch in Zahlen. Bei einer Kontrolle auf der Wuppertaler Straße hat sie innerhalb von drei Stunden mehr als 80 Raser erwischt. Das war jedes zehnte Auto. Und das mit einem traurigen Spitzenreiter. Statt der erlaubten 70 ist ein Autofahrer Tempo 175 gefahren. Er und einige andere müssen ihren Führerschein erst einmal abgeben.

Polizei Essen kündigt mehr Blitzer an

Die Polizei reagiert jetzt. "Wir werden konsequent gegen diese Raser vorgehen", sagt Polizeipräsident Frank Richter. Die Polizei will in den nächsten Tagen deutlich öfter blitzen. Dafür teilt sie ihre Beamten in zwei Schichten auf. Auch die Stadt will mehr Blitzer aufstellen.

Im Corona-Talk mit Oberbürgermeister Thomas Kufen haben wir auch gefragt, ob die Ordnungsbehörden im Moment nichts Wichtigeres zu tun haben. Diese Fragen hat uns u.a. über Facebook erreicht. Dazu Kufen: Wer meint, jetzt rasen zu können, weil die Straßen leerer sind, der müsse auch weiterhin geblitzt werden. Und es sei doch auch ein gutes Gefühl, dass die Stadt weiterhin funktioniere. Es würde aber weniger Personal als sonst den Straßenverkehr beobachten. Gerade jetzt sei es generell wichtig, dass Regeln eingehalten werden, so der OB.

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