
Großeinsatz in Essen: Streitmeldung entwickelt sich anders als gedacht
In Essen kam es am Donnerstagvormittag (15. Januar) in der Hövelstraße zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Nach Angaben der Polizei hatten Nachbarn gegen 9:00 Uhr lautstarke Streitgeräusche aus einer Dachgeschosswohnung gehört und die Polizei alarmiert. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte – eine Polizistin und ein Polizist – aber keinen Streit feststellen.
Der Einsatz bekam dann eine unerwartete Wendung: Der Polizistin wurde schwindelig, woraufhin der Verdacht auf einen möglichen Gasaustritt aufkam. Daraufhin wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Beide Polizisten wurden medizinisch versorgt, die Polizistin vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Polizei und Feuerwehr in Essen im Einsatz: Was ist passiert?
Kurz nach dem Eintreffen führte die Feuerwehr Essen Messungen wegen eines möglichen Gasaustritts durch und stellte einen Wert von 16 ppm fest – deutlich unter dem Alarmwert von 30 ppm. Dennoch wurde das gesamte Gebäude vorsorglich geräumt, gelüftet und kontrolliert. Die Stadtwerke drehten die Gaszufuhr ab, und der Bezirksschornsteinfeger wurde zur weiteren Kontrolle hinzugezogen.
Auch in der Kita „Momo“ im Erdgeschoss wurden vorsorglich Messungen durchgeführt. Währenddessen machten die Kinder einen kurzen Spaziergang. Die Messwerte blieben jedoch unauffällig.
Nach und nach konnte das Gas wieder sicher zugeschaltet werden. Wegen des Einsatzes war die Hövelstraße zwischen Gladbecker Straße und Hülsenbruchstraße in Richtung Bottroper Straße rund 90 Minuten lang gesperrt. Gegen 11:00 Uhr konnten die Sperrungen wieder aufgehoben werden. Die Ursache für den Gasaustritt konnte letztlich nicht festgestellt werden.