
TUSEM Essen erwischt starken Start trotz Göttler-Ausfall
Der TUSEM Essen begann die Partie am Samstagabend (28. Februar) mutig und setzte früh die ersten Akzente. Finley Werschkull traf zur Führung, Felix Mart und Valentin Willner legten nach - nach zehn Minuten führte Essen mit 6:2. Vor allem die aggressive Abwehr und Torhüter Finn Knaack sorgten dafür, dass Dormagen zunächst kaum Lösungen fand. Der kurzfristige Ausfall von Rückraumspieler Felix Göttler machte sich zwar bemerkbar, doch zunächst kompensierte der TUSEM das geschlossen.
Dormagen arbeitete sich jedoch zurück. Angeführt von Finn Schroven und Luca Krist nutzten die Gastgeber Essener Fehler konsequent aus und verkürzten den Rückstand. Dennoch blieb der TUSEM gefährlich, vor allem über den starken Werschkull und den zurückgekehrten Spielmacher Nils Homscheid. Zur Pause war die Partie offen, Essen lag nur knapp vorne.
Offener Schlagabtausch - TUSEM Essen lange auf Augenhöhe
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensives Derby mit vielen Führungswechseln. Felix Mart blieb vom Siebenmeterpunkt sicher, Willner überzeugte am Kreis, und Felix Eißing traf wichtige Würfe. Besonders Werschkull übernahm Verantwortung und traf immer wieder aus schwierigen Positionen.
Doch Dormagen blieb dran und nutzte kleine Unkonzentriertheiten der Essener. Technische Fehler und vergebene Chancen verhinderten eine mögliche Vorentscheidung zugunsten des TUSEM. Zwar gelang Eißing zwischenzeitlich der Ausgleich zum 30:30, doch das Spiel blieb völlig offen.
Dormagen entscheidet die Partie in der Schlussphase
In der entscheidenden Phase zeigte sich Dormagen konsequenter. Ein Ballverlust der Essener leitete das vorentscheidende Tor zum 37:34 ein. Zwar trafen Werschkull und Willner noch einmal für den TUSEM, doch Dormagen behielt die Kontrolle.
Tim Boehnert sorgte schließlich mit dem Treffer zum 39:35 für die Entscheidung. Torhüter Dominik Plaue konnte die entscheidenden Würfe der Gastgeber nicht mehr verhindern. Essen fehlte in den letzten Minuten die defensive Stabilität und Präzision im Angriff.
TUSEM Essen verpasst wichtige Punkte trotz starker Phasen
Am Ende stand für den TUSEM Essen eine 35:39-Niederlage, obwohl die Mannschaft lange auf Augenhöhe gespielt hatte. Besonders Werschkull mit neun Treffern sowie Mart und Homscheid überzeugten offensiv.
Dennoch machten technische Fehler und die fehlende Konsequenz in den Schlussminuten den Unterschied. Für den TUSEM bleibt die Erkenntnis, dass die Leistung stimmte - die Punkte aber in Dormagen blieben.
Hövels lobt Moral: "Entscheidung fiel im 7-gegen-6"
TUSEM-Cheftrainer Kenji Hövels sah eine gute Anfangsphase seiner Mannschaft. "Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben uns früh etwas abgesetzt", sagte er gegenüber Radio Essen und lobte insbesondere die Paraden von Torhüter Finn Knaack. Kritisch sah Hövels jedoch die Phase vor der Pause, in der es der TUSEM verpasste, den Vorsprung weiter auszubauen.
In der Schlussphase habe Dormagens 7-gegen-6 den Ausschlag gegeben, erklärte der Essener Coach. Dennoch stellte er sich vor seine Mannschaft und betonte, dass sie nach der intensiven Woche mit drei Spielen "noch einmal viel Energie investiert" habe. Auch die personelle Situation mit dem Ausfall von Felix Göttler und Rückkehrern wie Nils Homscheid und Max Hejny habe eine Rolle gespielt. Bei Göttler sei strukturell nichts beschädigt, ein Einsatz entscheide sich kurzfristig.
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
TSV Bayer Dormagen - TUSEM Essen 39:35 (17:18).
TSV Bayer Dormagen: Florian Boehnert (7), Felix Elias Böckenholt (3), Julius Hein (2), Kaj Kriescher (5), Luca Krist (6), Luis Pauli (5), Jan-Christian Schmidt (1), Maximilian Schmidt (1), Finn Schroven (6), Peter Strosack (3). Torhüter: Louis Oberosler (2 Paraden), Christian Ole Simonsen (7 Paraden).
TUSEM Essen: Felix Eißing (6), Maximilian Hejny (1), Nils Homscheid (2), Oskar Kostuj (3), Felix Mart (5), Max Neuhaus (4), Finley Werschkull (9), Valentin Willner (5). Torhüter: Finn Knaack (6 Paraden).