
Rot-Weiss Essen will den Anschluss an die Tabellenspitze halten
Nach der 3:0-Klatsche in Osnabrück am letzten Samstag (21. Februar) will Rot-Weiss Essen am 26. Spieltag in Rostock punkten. Keine einfache Aufgabe: Trainer Uwe Koschinat beschreibt die Partie vor Anpfiff als ein "schweres Auswärtsspiel". Beide Mannschaften wollen den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Am letzten Spieltag konnten beide Mannschaften nicht punkten. Drei Zähler trennen Rot-Weiss Essen (44 Punkte) und Hansa Rostock (41 Punkte). Zuletzt konnte RWE 1993 drei Punkte aus Rostock mit nach Hause nehmen. Das soll sich am Samstag (28. Februar) ändern. Das müssen die Essener allerdings weiterhin ohne ihre Nummer eins im Tor, Jakob Golz, schaffen. Auch Jannik Mause fällt aus.
Eigentor von Rot-Weiss Essen in der ersten Hälfte
Rund 1.000 Rot-Weiss Essen Fans sind am Samstag (28. Februar) mit nach Rostock gereist und machen im Osteestadion ordentlich Stimmung. "Das Publikum wird ein Faktor sein", sagte Trainer Uwe Koschinat vor Beginn der Partie.
Die ersten 30 Minuten war das Spiel sehr ausgeglichen. Für die Keeper gab es auf beiden Seiten wenig zu tun. In der 31. Minute war Felix Wienand gefragt, mit einer starken Parade konnte er den Schuss vom Rostocker Stürmer Vogelsammer abwehren. Nach der Parade nahm das Spiel Fahrt auf: In einem Konter setze sich Dickson Abiama durch, schoss dann aber knapp links am Tor vorbei.
Schock-Moment in der 40 Minute: Einwurf für Rostock, Rios Alonso klärte nach rechts, dabei landete der Ball vor den Füßen vom Rostocker Krauß. Der schoss in Richtung Tor, RWE-Kapitän Schultz versuchte noch zu klären, dabei landete der Ball unglücklich im Essener Tor. Nach 41 Minuten stand es 1:0 für Hansa Rostock. Mit diesem Ergebnis ging es für beide Mannschaften nach zwei Minuten Nachspielzeit in die Kabine.
Keine Wechsel bei Rot-Weiss Essen zu Beginn der 2. Halbzeit
Trainer Uwe Koschinat verzichtete nach der Halbzeitpause zunächst auf frisches Personal. Die erste Elf stand unverändert auf dem Platz.
Beide Teams zeigten sich deutlich aktiver. Es wurde direkt chaotisch vor dem Essener Tor, der Ball ging aber nicht rein. Nächste Zitterpartie für die RWE-Fans in der 54. Minute: Wienand spielte einen sträflichen Fehlpass, direkt vor die Füße vom Rostocker Dirkner, doch der nutzte die Chance nicht. Zwei Minuten später die nächste große Chance für Rostock, auch diese blieb ohne Folgen für RWE.
In der 61. Minute hat es zum zweiten Mal gerappelt: Wienand verließ seinen Kasten und kam ohne Not über 16 Meter weit raus. Das Tor war leer, der Rostocker Vogelsammer nutze die Chance und hob den Ball zum 2:0 ins Tor.
Abiama macht den Anschlusstreffer für RWE
Die Antwort von RWE hat nicht lange auf sich warten lassen, Abiama verkürzte in der 63. Minute auf 1:2. Nach diesen hitzigen Minuten hat sich die Partie wieder beruhigt, bis Wienand in der 79. Minute wieder gefragt war, und den Ball zur Ecke klärte.
Aufregung in der 82. Minute: Es sah stark danach aus, dass RWE den Ball ins Aus spielte, doch die Fahne blieb unten, das Spiel lief weiter. Kurz darauf wurde Cuber Potocnik gefoult, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für RWE. Alonso verwandelte zum 2:2 nach 82 Minuten. Vier Minuten später gab es den nächste Elfmeter, dieses Mal für Rostock. Der Ball ging ins Tor, Rostock wieder in Führung. Mit einem Spielstand von 3:2 für Hansa Rostock ging es in die Nachspielzeit. Vier Minuten hat der Schiedsrichter angezeigt, am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Rot-Weiss Essen unterlag Hansa Rostock mit 2:3.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Essenern nicht. Am Mittwochabend spielt RWE unter Flutlicht gegen Waldhof Mannheim an der Hafenstraße. Anstoß ist um 19:00 Uhr. Radio Essen berichtet wie immer live vom Spiel.