Stadt Essen und Ruhrbahn wollen Bussi ausbauen

Bequem in Essen mit der App einen Wagen mit Fahrer rufen, der einen nach Hause bringt. Die taxiähnlichen Fahrzeuge sind bisher von donnerstags bis samstags unterwegs, jeweils abends. Jetzt soll der Bussi-Service der Ruhrbahn ausgebaut werden.

© Ruhrbahn

Menschen in Essen mögen Bussi-Fahrten

Die Bussis in Essen sehen aus wie ein großes Taxi und lassen sich per App rufen. Wenn jemand einen ähnlichen Weg hat, stoppt das Auto und es steigen andere Leute zu. Nach zweieinhalb Jahren wird das Angebot immer besser genutzt: Im Juli gab es 27.000 Fahrten. Bei jeder dritten Fahrt steigt im Schnitt jemand Unbekanntes zu. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Nutzer mit dem Angebot sehr zufrieden sind, so wird der Preis nämlich gedrückt und die Fahrt wird billiger als eine Fahrt mit dem Taxi.

Zahl der Bussis in Essen soll verdoppelt werden

Die Ruhrbahn in Essen will das Bussi-Angebot ausbauen. Die Autos auf Abruf sollen in Zukunft im ganzen Stadtgebiet fahren und jeden Abend unterwegs sein. Die Politikerinnen und Politiker im Stadtrat müssen allerdings noch entscheiden, ob die Ruhrbahn die Ausbaupläne auch umsetzen darf. Die Stadt will die Zahl der Fahrzeuge bis zum Sommer nächsten Jahres auf zehn verdoppeln. Dann sollen die Bussis jeden Abend in der ganzen Stadt fahren, bisher sind sie nur donnerstags bis samstags unterwegs. Die Zuschuss-Kosten für Bussi würden durch den Ausbau pro Jahr auf 900.000 € steigen. Die Ticketpreise für die Nutzer berechnen sich nach Kilometern. Alle, die ein Aboticket von der Ruhrbahn haben, bekommen einen Rabatt. Wer ein Bussi-Fahrzeug ruft, wartet im Schnitt 13 Minuten bis es kommt. 

Kritik an Bussi in Essen

Hat der Ausbau in Essen Erfolg und die Fahrgastzahlen steigen, könnten in den kommenden Jahren noch mehr Fahrzeuge angeschafft werden. Die Erweiterung von Bussi ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher: Sollte der Stadtrat das Projekt am Mittwoch (27.09.) mehrheitlich überraschend ablehnen, würde Bussi im Dezember dieses Jahres eingestellt. Dafür ist das Essener Bürger-Bündnis (EBB), dem das Bussi-Angebot zu teuer ist. Die Ruhrbahn solle lieber dafür sorgen, dass weniger Busse und Bahnen ausfallen und die Takte verbessert werden, heißt es von dort.

Ähnliche Projekte wie Bussi gibt es auch in mehreren anderen Städten: In Oberhausen gibt es den "Revierflitzer“, in Duisburg den "MyBus“ und in Düsseldorf heißt das Angebot "Flexy“.

© Ruhrbahn
© Ruhrbahn

Mehr Nachrichten aus Essen


Weitere Meldungen

skyline