
Kufen und Wüst unterzeichnen Charta in Essen
In Essen haben Oberbürgermeister Thomas Kufen und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag (14. September) die "Essener Charta zur Verhinderung und Bekämpfung von Einsamkeit" unterzeichnet. Mehrere Vertreterinnen und Vertreter aus der Stadt haben dabei ebenfalls unterschrieben. Die Charta ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses. Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege, Kirchen, Gesundheitswesen, Bildung, Wirtschaft, Vereine, Initiativen und Zivilgesellschaft haben gemeinsam daran gearbeitet.
Was bedeutet die neue Charta für Essen?
Die Essener Charta ist eine freiwillige Selbstverpflichtung. Organisationen, Institutionen, Unternehmen, Verbände und Vereine können sie unterzeichnen. Mit ihrer Unterschrift versprechen sie, bei Mitarbeitenden und Besuchern hinzuschauen, ob diese einsam sein könnten. Sie wollen Betroffene ansprechen und mehr Orte schaffen, wo sich Menschen treffen können. Rechtliche oder finanzielle Verpflichtungen entstehen dadurch nicht. Der Rat der Stadt hatte die Charta bereits am 8. Juli 2026 beschlossen.
Stadt Essen koordiniert das Netzwerk
Die Stadt Essen übernimmt die Rolle der Moderatorin und Vernetzerin. Sie koordiniert die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Stadtdirektor Peter Renzel betont, dass Einsamkeit längst nicht mehr nur ältere Menschen betrifft, sondern sich durch alle Generationen zieht. Die Verwaltung will den Austausch zwischen den Partnerinnen und Partnern fördern, gute Beispiele sichtbar machen und die Charta weiterentwickeln. Oberbürgermeister Kufen lädt deswegen auch weiterhin alle ein, die Charta zu unterzeichnen und sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einzubringen.
