
Wie sicher sind die Schulen in Essen?
Verletzte Schüler, zerstörte Fenster, Schmierereien oder auch richtige Krisen - in den letzten Monaten hat es an den Schulen in Essen 92 solcher Vorfälle gegeben. Sie müssen seit September 2025 ganz genau und einheitlich der Stadt Essen gemeldet werden. Damals hatte ein Schüler am Berufskolleg im Bildungspark seine Lehrerin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Der Prozess gegen ihn startet Mitte Juni, es geht um dreifachen versuchten Mord mit mutmaßlich islamistischen Motiv.
Auch schon vor der Tat hatte die Stadt vor Schulen sicherer zu machen. Der Stadtrat hat das Konzept dann Ende September beschlossen.
Wie sollen Schulen in Essen sicherer werden?
Voraussichtlich bis Ende des Jahres bekommen 14 Schulen in Essen neue Türschlösser, die sich von innen verschließen und von außen nicht öffnen lassen - außer mit einem Generalschlüssel. Dazu gehören drei Grundschulen, zwei Förderschulen, zwei Hauptschulen, vier Realschulen, zwei Gesamtschulen und ein Gymnasium. Von dort wurden teilweise schon öfter kritische Vorfälle gemeldet.
14 weitere Schulen bekommen jeweils neue Schilder an den Haupteingängen. Die sollen Einsatzkräften helfen im Notfall die Räume besser zu finden. Die Kosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf über 147.000 Euro. Es handelt sich erstmal um Pilotphasen, weitere Schulen sollen nach und nach folgen. Außerdem soll es an allen Schulen Präventions-Programme gegen Gewalt geben.