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Schulen in Essen sollen ab diesem Jahr sicherer werden
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Schulen in Essen sollen ab diesem Jahr sicherer werden

Die Stadt Essen will die Schulen in diesem Jahr sicherer machen. Dafür werden 2026 zum Beispiel neue Türschlösser eingebaut. Gleichzeitig sollen Lehrerinnen und Lehrer besser vorbereitet werden.

Veröffentlicht: Dienstag, 13.01.2026 04:50

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Stadt Essen will Schulen jetzt sicherer machen

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Die Schulen in Essen sollen sicherer werden. Das haben die Politikerinnen und Politiker im Rat der Stadt schon im Juli beschlossen. An den Schulen sollen ab diesem Jahr neue Türschlösser eingebaut werden. Die Türen lassen sich dann von innen verschließen und von außen nicht mehr öffnen. Das ist wichtig, wenn ein Täter in der Schule ist. So können sich die Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schüler in den Klassen einschließen und warten bis Polizei und Rettungskräfte vor Ort sind. Außerdem sollen die Schulen alle ein einheitliches Orientierungssystem bekommen. Die Beschriftung in den Schulen soll nach dem "Gütersloher Modell" umgesetzt werden. Damit werden alle Räume innen und außen mit Raumnummern beschriftet. Dazu kommen in allen Treppenhäusern die Zahlen für das jeweilige Geschoss. Auch andere Orte wie das Sekretariat, die Mensa, die Aula sollen eindeutig gekennzeichnet werden. Die Schrift soll groß und auch bei schlechten Verhältnissen wie Rauch gut sichtbar sein. So sollen Rettungskräfte schnell erkennen, wo sie sich befinden. Rettungskräfte haben im Notfall keine Zeit, um sich an einer großen Tafel zu orientieren. Außerdem sollen die Pläne in den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei vorhanden sein, damit schon bei der Anfahrt die Rettungskräfte zum Einsatz geführt werden können. Die Stadt plant dafür zunächst 150.000 Euro ein. Es werden aber nicht sofort alle Schulen mit Schlössern und dem Orientierungssystem ausgestattet.

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In Essen sollen Lehrer besser geschult werden

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An den Schulen in Essen sollen Lehrerinnen und Lehrer besser auf mögliche Gewaltereignisse vorbereitet werden. Außerdem sollen sie schon vorher präventiv mit ihren Schülerinnen und Schülern arbeiten. 2026 sollen zunächst 400 Lehrkräfte aus unterschiedlichen Schulformen an den Lehrgängen teilnehmen. Die Stadt hat dazu bereits 21 Schulen ausgewählt. Außerdem will die Stadt das Programm zur Prävention sexualisierter Gewalt im Primarbereich fortsetzen. Dazu gehört die Aufführung des bekannten Theaterstücks "Mein Körper gehört mir" in den 3. Klassen. Bisher wurde das Theaterstück unter anderem mit Spenden des Kinderschutzbundes finanziert. Außerdem haben die Fördervereine der Schulen und die Eltern einen Beitrag geleistet. Ab diesem Jahr wird die Stadt die Kosten in Höhe von 258.000 Euro für die Aufführung an 96 Grund- und Förderschulen übernehmen.

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Berufskolleg in Essen nach Messerangriff mit Alarmsystem ausgestattet

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Nach dem Messerangriff in Essen am Berufskolleg im September hat die Stadt dort weitere Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt. Dazu gehört ein neues Alarmierungssystem. Der Alarm Dispatcher ist ein System, das auf einer App basiert. Das System ruft die Einsatzkräfte und Disponenten und Führungskräfte sehen über die App, ob ausreichend Personal für die Einsatz vor Ort ist. Mit dem System lassen sich Licht, Schließanlagen und anderes im Gebäude steuern. Außerdem ist ein Austausch von Daten zwischen den Einsatzleitstellen möglich. Es wurden außerdem Sicherheitskräfte vor Ort eingesetzt und die Schließsysteme an den Türen geändert. Außerdem wurden Etagen im Treppenhaus an der Gärtnerstraße am Berufskolleg geschlossen.

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