
SGS Essen mit Remis bei Abschied aus der Bundesliga
Nach 22 Jahren endet die Zeit der SGS Essen in der Frauen-Bundesliga. Die Schönebeckerinnen steigen nach einem 1:1 gegen den SC Freiburg am letzten Spieltag der Saison in die 2. Liga ab. Die Essenerinnen brauchten ein Wunder, der HSV hätte gegen Bayern München hoch verlieren müssen, gleichzeitig musste die SGS gewinnen und dabei einen Rückstand von elf Toren aufholen. Der HSV verlor zwar mit 0:1 im Heimspiel gegen den Meister, ließ sich aber nicht abschießen.
Um dem Wunder zumindest näher zu kommen, ließ die SGS Essen zu lange die letzte Durchschlagskraft vermissen. Der Führungstreffer durch Beke Sterner in der 71. Spielminute kam erst sehr spät. Danach drückte das Team von Trainerin Heleen Jaques zwar auf das zweite Tor, in mitten vieler Auswechslungen, die nach Abschied aussahen, traf Freiburg dann durch Svenja Fölmli noch zum Ausgleich (86.).
Zuschauerrekord bei SGS Essen
Dennoch verabschiedet sich der Traditionsverein in einem würdigen Rahmen aus der Bundesliga. Rund ums Fanfest sahen nach Vereinsangaben über 5.700 Zuschauerinnen und Zuschauer das Spiel im Stadion an der Hafenstraße. Ein neuer Rekord für ein Frauen-Spiel in Essen.
Die Fans würdigten die tolle und erfolgreiche Zeit der Essenerinnen, die wie kaum ein anderer Verein einst für die Ausbildung ehemaliger und heutiger Nationalspielerinnen stand. Auch in der nächsten Saison will die SGS Essen ihre Heimspiele im Stadion an der Hafenstraße austragen. Welcher Spielerinnen dann noch lila-weiß tragen, steht bisher in den Sternen.