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Rot-Weiss Essen spielt weiter um die zweite Liga!
© Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services
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Rot-Weiss Essen spielt weiter um die zweite Liga!

Am letzten Spieltag der am Samstag (16. Mai) sichert sich Rot-Weiss Essen mit einem Sieg gegen den SSV Ulm 1846 den Relegationsplatz. Ein Fußballkrimi, wie er im Buche steht.

Veröffentlicht: Samstag, 16.05.2026 13:46

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Aufstieg, Relegation oder ein weiteres Jahr dritte Liga für Rot-Weiss Essen?

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Alles oder nichts – unter diesem Motto sind die Fußballer von Rot-Weiss Essen zum Auswärtsspiel gegen den SSV Ulm 1846 gereist.

In der Startelf gibt es im Vergleich zum Heimspiel am Samstag (9. Mai) nur eine Änderung: Für den verletzten Brumme rückt Kostka in die Mannschaft.

Am letzten Spieltag der am Samstag (16. Mai) steht für Rot-Weiss Essen alles auf dem Spiel. Möglich sind noch der Aufstieg, die Teilnahme an der Relegation oder mit Platz vier die Qualifikation für den DFB-Pokal. Für die Essener, die die rund 400 Kilometer nach Ulm auf sich genommen haben, ist also weiterhin alles möglich.

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Rot-Weiss Essen mit starker Anfangsphase in Ulm

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Das Spiel am Samstag (16. Mai) beginnt zunächst mit einer kurzen Unterbrechung: Aus dem Heimbereich des SSV Ulm 1846 werden Feuerwerkskörper gezündet. Danach startet die Partie jedoch mit einem echten Paukenschlag – ganz nach den Vorstellungen von RWE-Trainer Uwe Koschinat.

Erste Chance, erstes Tor für die Essener: Bereits in der 2. Minute bringt Torben Müsel Rot-Weiss Essen in Führung. Damit springt RWE zumindest in den ersten Minuten der Partie auf Platz drei der Tabelle – und damit auf den Relegationsrang.

Rot-Weiss Essen erwischt insgesamt eine starke Anfangsphase. Nach einem langen Einwurf in den Strafraum pariert Ulms Torwart Ortag gleich zweimal stark – unter anderem gegen den eingewechselten Kostka, der aus rund 16 Metern sehenswert abschließt.

Auch nach einer knappen Viertelstunde bleibt RWE gefährlich: Nach einer Ecke klärt Ulms Dressel nach der Verlängerung von Kraulich in höchster Not. Kurz darauf bringt Mizuta bereits die dritte Ecke für die Essener in den Strafraum. Kraulich kommt mit dem Kopf an den Ball und setzt ihn wuchtig nur knapp über das Tor. Teamkollege Hüning bedrängt ihn dabei allerdings leicht.

So hätte es nach den ersten 16 Minuten durchaus schon 3:0 für die Essener stehen können. Der Spielstand bleibt aber erstmal beim 1:0 für Rot-Weiss Essen.

Gleichzeitig wird es auch im Essener Fanblock immer lauter. Die aktive Fanszene ist nach einer Verspätung inzwischen im Stadion angekommen. Rund 4.100 rot-weiße Anhänger sind mit nach Ulm gereist und sorgen beim möglicherweise letzten Saisonspiel für eine beeindruckende Stimmung im Stadion.

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Essen träumt weiter: Müsel hält RWE im Rennen

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Nach knapp einer halben Stunde gibt es Elfmeter für den SSV Ulm 1846 – ausgelöst nach einer missglückten Torchance der Essener durch Potocnik. Im anschließenden Konter trifft Röser im Duell mit RWE-Keeper Jakob Golz sicher in die linke Ecke zum 1:1-Ausgleich. Zeitgleich erzielt auch FC Energie Cottbus den Führungstreffer in seinem Spiel. Damit rutscht Rot-Weiss Essen in der Live-Tabelle wieder auf Platz vier der ab. Nach der starken Anfangsphase wird das Spiel aus Essener Sicht etwas ruhiger – sehr zum Unmut von RWE-Trainer Uwe Koschinat, der seine Mannschaft von der Seitenlinie lautstark antreibt. Trotzdem bleiben die Essener offensiv gefährlich und drängen weiter auf die erneute Führung.

Doch das nächste Tor fällt auf der anderen Seite: Nach einem Fehlpass von Hofmann schaltet Ulm schnell um. Chessa bekommt den Ball und erzielt das 2:1 für die Gastgeber. Besonders bitter aus Essener Sicht: Für die Ulmer geht es sportlich um nichts mehr, während für Rot-Weiss Essen weiterhin alles auf dem Spiel steht. Durch das zwischenzeitliche 2:0 von FC Hansa Rostock fällt RWE in der Live-Tabelle sogar auf Platz fünf zurück und würde damit aktuell nicht einmal mehr den DFB-Pokal erreichen. Nach gut 40 Minuten bleibt die Situation also extrem spannend – sowohl in Ulm als auch auf den anderen Plätzen.

Und dann wird es in der 40. Minute plötzlich wieder laut im Ulmer Stadion: Erneut ist es Torben Müsel, der für die Essener trifft. Mit seinem zweiten Tor des Tages erzielt er den wichtigen und verdienten 2:2-Ausgleich und bringt Rot-Weiss Essen zurück ins Spiel.

In den letzten Minuten der ersten Hälfte wird es im Strafraum der Ulmer noch einmal richtig gefährlich: Müsel probiert es, Mizuta versucht es ebenfalls. Man merkt deutlich: Die Essener wollen den Sieg unbedingt und möchten die drei wichtigen Punkte aus Ulm mitnehmen. Nach 45 Minuten geht es jedoch mit einem 2:2-Unentschieden in die Pause.

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Essen kämpft um Relegation – und scheitert an Ulmer-Keeper

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Zur zweiten Halbzeit wechselt Rot-Weiss Essen offensiv: Abiama, der rechtzeitig fit geworden ist, kommt ins Spiel. Dafür bleibt Rios Alonso in der Kabine. Damit setzen die Essener nach dem Wiederanpfiff voll auf Offensive – schließlich geht es weiterhin um den möglichen Relegationsplatz.

Kurz nach dem Wiederanpfiff richten viele Essener Fans den Blick zunächst gar nicht auf das eigene Spiel, sondern nach Duisburg: Dort geht nämlich FC Viktoria Köln in Führung. Damit würde RWE bereits ein Unentschieden reichen, um den Relegationsrang zu halten. Wenig später richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen in Ulm. Dort verletzt sich Hofmann nach einem hitzigen Zweikampf. Für den eigentlichen Bundesliga-Schiedsrichter Dr. Florian Exner reicht das jedoch nicht für eine weitere Bestrafung – es gibt lediglich eine kurze Behandlungspause.

Und dann hat der 20-jährige Potocnik die große Chance auf die erneute Führung für Rot-Weiss Essen: Er kommt zum Abschluss, doch Ulms Torwart Ortag reagiert mit einer starken Parade und verhindert den Treffer. Generell muss man sagen, dass der Ulmer Keeper Ortag ein herausragendes Spiel macht. Eine Parade nach der anderen rettet er sein Team und hält das Unentschieden aus Sicht der Gastgeber fest – sehr zum Nachteil von Rot-Weiss Essen.

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Rot-Weiss Essen sichert sich in dramatischer Schlussphase die Relegation

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In der 64. Minute wechselt Rot-Weiss Essen erneut offensiv: Safi und Swakowski verlassen den Platz, dafür kommen Janssen und Obuz ins Spiel. Trainer Uwe Koschinat setzt damit noch stärker auf Angriff und volle Offensivpower. Die Essener wollen das Spiel unbedingt gewinnen und sich damit den Relegationsplatz sichern. In der 68. Minute folgt die nächste große Chance: Abiama kommt zum Kopfball, doch Ulms Torwart Ortag reagiert erneut stark und fischt den Ball aus der Gefahrenzone. Nur wenig später gibt es in der 70. Minute eine unschöne Szene: Matzak räumt erneut Hofmann hart ab und sieht dafür die Rote Karte. Rot-Weiss Essen spielt damit in den letzten 20 Minuten in Überzahl.

Zwischenzeitlich gleicht jedoch MSV Duisburg in seinem Spiel aus. Dadurch fällt RWE trotz Überzahl in der Live-Tabelle wieder auf Platz vier zurück. Trotzdem bleiben die Essener am Drücker: Immer wieder versuchen sie es aus dem Spiel heraus oder nach Standardsituationen. Doch das entscheidende Führungstor will einfach nicht fallen – und genau das fehlt ihnen in dieser Phase.

Der Chancenregen geht weiter: Janssen fliegt in eine Flanke von Hofmann und setzt die Direktabnahme knapp über die Latte. Wenig später versucht es auch Müsel erneut, trifft aber nur den Pfosten. Das Glück fehlt den Essenern in dieser Phase komplett. Das ganze Stadion steht, und die mitgereisten Fans versuchen ihre Mannschaft noch einmal nach vorne zu peitschen. Alles scheint auf Essener Seite zu laufen – nur das dritte Tor will einfach nicht fallen.

Doch dann der Moment der Erlösung: In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielt Hüning das erlösende Führungstor für Rot-Weiss Essen. Trotzdem ist der Relegationsplatz noch nicht sicher. Denn parallel steht das Spiel in Duisburg weiterhin 1:1 – und damit bleibt die Entscheidung in der Live-Tabelle weiter offen.

Und dann der Schlusspfiff! Der Aufstiegstraum von Rot-Weiss Essen lebt weiter – die Essener sichern sich mit diesem dramatischen Sieg den Relegationsplatz und setzen sich im direkten Duell gegen den MSV Duisburg durch.

Die Relegationsspiele finden am Freitag (22. Mai) und am Dienstag (26. Mai) statt.

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