
Rot-Weiss startet mit Rückenwind ins dritte Heimspiel
Rot-Weiss Essen bekommt es am Samstagmittag (12. September) mit den Würzburger Kickers zu tun. Anstoß im Stadion an der Hafenstraße in Bergeborbeck ist um 14 Uhr. Die Saison in der dritten Liga ist noch ziemlich jung, für RWE war dabei aber schon alles dabei: zwei Siege, ein Unentschieden und auch eine Niederlage. Die Gäste aus Bayern sind ähnlich gestartet, allerdings mit einer Niederlage mehr auf dem Konto. Die Fans von Rot-Weiss Essen sind sich jedenfalls einig, welches Ergebnis sie erwarten: einen klaren Sieg für ihre Mannschaft.
RWE-Trainer Uwe Koschinat muss heute aber auf zwei Spieler verzichten: Max Geschwill fällt wegen einer Reizung im Kniegelenk aus, Tony Menzel hat sich eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen. Jannik Hofmann muss außerdem aufpassen: Bei ihm droht nach vier Gelben Karten eine Sperre.
Rot-Weiss Essen sorgt für Torfestival an der Hafenstraße
In den ersten zwanzig Minuten war Rot-Weiss Essen klar die bessere Mannschaft. Immer wieder spielten sich die Rot-Weissen gute Chancen heraus, doch es fehlte bis dahin noch der entscheidende Abschluss. Danach kamen auch die Gäste besser ins Spiel und sorgten vor dem Tor von RWE-Keeper Jakob Golz erstmals wieder für Gefahr.
Dann ertönte aber an der Hafenstraße endlich das „Oh, RWE“: Marek Janssen nutzte nach einer Vorlage von Marvin Obuz, seine dritte Chance, und köpfte zur Führung ein. Nur wenige Minuten später legte Neuzugang Semir Telalovic nach und erhöhte auf 2:0. Nach knapp einer halben Stunde führte Rot-Weiss Essen damit hochverdient mit zwei Toren.
Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit klingelte es dann zum dritten Mal an der Hafenstraße. Drei Tore, drei verschiedene Torschützen: Noah Pesch erzielte das 3:0 für Rot-Weiss Essen. Der Torschütze, der die rote Wand kurz zuvor noch jubeln ließ, musste in der Nachspielzeit beinahe verletzt vom Platz. Für ihn sollte eigentlich Ruben Reisig neu ins Spiel kommen. Da vor dem Halbzeitpfiff jedoch nicht mehr gewechselt wurde und sich der 21-Jährige in der Pause wieder erholte, konnte der Torschütze des 3:0 auch in der zweiten Halbzeit weiterspielen.
Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte: Rot-Weiss Essen dominierte die Gäste aus Bayern. Wirklich gefährliche Chancen blieben in der Anfangsphase nach dem Seitenwechsel allerdings zunächst aus. Wie schon zuvor kamen die Würzburger nach einigen Minuten besser ins Spiel. Dann passierte genau das, was Jakob Golz hatte verhindern wollen: In der 59. Minute traf Liam Omore zum 3:1 für die Gäste.
Nur wenige Minuten später klingelte es erneut an der Hafenstraße - wieder für Würzburg. Diesmal war es Nathan De Medina, der für die Bayern auf 3:2 verkürzte. Spätestens nach diesen beiden Anschlusstreffern wurde die Partie deutlich hitziger. Rot-Weiss Essen erspielte sich zwar weiterhin gute Möglichkeiten, doch im Abschluss fehlte zunächst die letzte Konsequenz.
Der eingewechselte Nick Bätzner sorgte in der 78. Minute zunächst für die Erlösung und stellte auf 4:2. Doch dabei blieb es nicht: Nach einer etwas unruhigen Phase setzte erneut Bätzner den nächsten Treffer und erzielte das fünfte Tor für die Essener an diesem Samstagnachmittag. Kurz vor Schluss bekam Rot-Weiss Essen dann noch einen Freistoß zugesprochen. Lucas Brumme trat an, traf und brachte damit die Fans von RWE zum sechsten Mal zum jubeln.
Am Ende gewann Rot-Weiss Essen verdient mit 6:2 und schob sich damit vorerst auf Platz drei der Tabelle. Für RWE geht es bereits in der Englischen Woche weiter: Das nächste Spiel steht am Mittwoch, 16. September, in Mannheim an. Wir von Radio Essen berichten wie immer live aus dem Stadion.
Das sagt RWE-Mittelfeld Noah Pesch zum Torspektakel:
RWE-Mittelfeld Noah Pesch war nach dem Spiel bestens gelaunt. Beim 6:2-Erfolg von Rot-Weiss Essen trug sich der Mittelfeldspieler selbst in die Torschützenliste ein und freute sich vor allem über den Moment im Stadion:
„Ja, war geil. Als das Stadion dann explodiert ist, vorher hat es zweimal nicht funktioniert leider. Torwart gut gehalten, einmal den Ball nicht getroffen und dann beim dritten hat es funktioniert.“, so Pesch im Radio Essen-Interview.
Insgesamt sah Pesch vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung seiner Mannschaft. RWE sei sehr dominant gewesen und hätte aus seiner Sicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen können. In der zweiten Hälfte wurde es zwischenzeitlich zwar etwas wacklig, am Ende habe Essen aber wieder die Kontrolle übernommen und noch einmal nachgelegt. Ein perfekter Abend für den 21-Jährigen.
Das sagt RWE-Stürmer Semir Telalovic zum Heimsieg:
Auch Stürmer Semir Telalovic war nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt von Rot-Weiss Essen. Vor allem die Reaktion der Mannschaft nach den beiden Gegentoren gefiel ihm. Statt sich hinten reinzustellen, habe RWE weiter mutig nach vorne gespielt:
„Ich denke mir so, die Saison ist lang, vielleicht tut uns sowas gut, mal ein Tor zu kassieren und dann so die Reaktion zu sehen, wie wir reagieren. Aber wir haben mutig weiter gespielt, wollten nach vorne spielen“, sagte Telalovic.
Aus seiner Sicht war genau das der richtige Weg, denn am Ende habe Essen die Kontrolle behalten und das Spiel verdient gewonnen.
Das sagen die Rot-Weiss Essen-Fans zum torreichen Heimspieltag:
Auch die Fans von Rot-Weiss Essen waren nach dem 6:2-Heimsieg bestens gelaunt. Die Stimmen nach dem Spiel reichten von „klasse, genial“ über „mega, richtig gut“ bis hin zu „verdammt unterhaltsam“. Trotz der kurzen Wackelphase in der zweiten Halbzeit überwog bei den Anhängern am Ende vor allem die Freude über einen torreichen und starken Auftritt an der Hafenstraße.







