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Bistum Essen sucht Lösungen für geschlossene Kirchen
© Anna Bartl, Radio Essen
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Bistum Essen sucht Lösungen für geschlossene Kirchen

Die katholische Kirche in Essen muss sich verkleinern. Wegen sinkender Mitgliederzahlen werden viele Kirchen und Gemeindezentren nicht mehr gebraucht. Das Bistum Essen sucht deshalb nach neuen Lösungen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 14.05.2026 12:44

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Was macht man aus Kirchen in Essen, die nicht mehr gebraucht werden?

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Beim Bistum Essen kümmert sich ein achtköpfiges Team darum, nicht mehr genutzte Kirchen und Gemeindezentren neu zu verwenden. Das Bistum gilt dabei inzwischen als Vorbild für andere Bistümer. Rund 110 Projekte wurden in den vergangenen Jahren abgeschlossen, etwa 130 weitere laufen aktuell. In den kommenden Jahren dürften noch weitere Projekte dazukommen:

"Wir haben das, was im Ruhrgebiet viele suchen: Freie Flächen in herausragenden Lagen. Unsere Kirchen liegen immer am perfekten Ort.", sagt Christina Hüls vom Team Immobilien-Raum im Bistum Essen.
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Was wird aus den geschlossenen Kirchen in Essen gemacht?

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Für das Immobilienteam des Bistums zählt aber nicht, die Immobilien möglichst schnell loszuwerden. Es werden Lösungen gesucht, die der Geschichte eines Kirchengebäudes, den Wünschen der Menschen vor Ort und der Entwicklung des Stadtteils gerecht werden. Es gibt inzwischen viele positive Beispiele hier bei uns in Essen: Wohnungen (zum Beispiel St. Marien im Steeler Rott), Kitas (zum Beispiel St. Theresia in Stadtwald) oder Fortbildungsangebote (zum Beispiel die Schule für Pflegeberufe St. Peter im Nordviertel). Auch Konferenzen und Veranstaltungen finden in früheren Kirchen statt (zum Beispiel in St. Mariä Geburt, heute Lighthouse Frohnhausen) oder Kunstausstellungen (zum Beispiel in Heilig Geist in Katernberg). Zuletzt ist in die Kirche St. Gertrud in der nördlichen Innenstadt die Hochschule der bildenden Künste eingezogen.

Grenzen gibt es für das Bistum kaum, eine Spielhalle oder ein Bordell in einer ehemaligen Kirche sind aber undenkbar. Oft gibt es viel Trauer und Abschiedsschmerz, wenn eine Kirche schließen muss. Das Engagement für eine neue Lösung, die dem ganzen Stadtteil dient, ist aber oft deutlich größer, heißt es aus dem Bistum Essen. Die Weiterentwicklung eines Kirchenstandortes dauert im Schnitt drei bis sieben Jahre. Das Bistum Essen erstreckt sich über große Teile des Ruhrgebiets und einen Teil des Sauerlands.

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Christina Hüls (Bistum Essen) und Christian Bannier (Radio Essen)Kreative neue Nutzungen für geschlossene Kirchen
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