
Hundehalter in Essen sind verpflichtet aufzupassen
In Essen wurde fast jeder zweite Post- und Paketzusteller mindestens ein Mal von einem Hund angegriffen, sagt eine DHL-Sprecherin im Radio Essen-Interview. Einige Zusteller berichten sogar von drei bis vier Bissattacken innerhalb weniger Jahre. Im Jahr 2025 waren es genau 44 Angriffe in Essen, ein Jahr zuvor waren es 52 Bissverletzungen. An 332 Arbeitstagen fielen dadurch Zusteller bei der Arbeit aus, weil sie verletzt waren. Die anderen Kolleginnen und Kollegen mussten dann ihre Arbeit erledigen. Das führt zu unnötigen Zusatzbelastungen. DHL und Deutsche Post versuchen seit Jahren etwas dagegen zu tun. Sie engagieren Hundetrainer, die dem Personal erklären wie Hunde ticken und wie sich jeder selbst schützen kann. Dabei ist die Körpersprache sehr wichtig, sagt Hundetrainer Morten Eichhorn. Er war mit der belgischen Schäferhündin Tani bei einem Training auf dem Gelände der Post in Stoppenberg. Morten Eichhorn appelliert aber vor allem an die Verantwortung der Hundehalter. Sie müssen dafür sorgen, dass ihr Tier keine Menschen angreifen kann. Frei zugängliche Briefkästen wären sinnvoll, wenn ein Hund aggressiv ist, sagt die Post. Die Zusteller sind nicht verpflichtet das Haus oder das Grundstück zu betreten, wenn sie sich bedroht fühlen. Pakete könnten auch an Packstationen geliefert werden, damit sich Zusteller und gefährliche Hunde nicht begegnen.
