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Essen Rathaus
© Elke Brochhagen / Stadt Essen
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Essen führt Bezahlkarte für Asylbewerber ein: Das ändert sich ab Juli

In Essen wird die Bezahlkarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber eingeführt. Die Stadt setzt damit eine landesweite Vorgabe aus Nordrhein-Westfalen um. Die Ausgabe der Karten startet schrittweise ab Juli 2026 und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 05:49

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Wann startet in Essen die Bezahlkarte für Asylbewerber?

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Die Stadt Essen beginnt im Juli mit der Einführung der Bezahlkarte für Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Grundlage sind neue Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen. Aktuell stimmt die Stadt die letzten Details mit dem Anbieter der Bezahlkarte ab. Zunächst bekommen volljährige Leistungsberechtigte, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, ihre Karte. Dafür sind 31 Ausgabetermine geplant. Im zweiten Schritt folgen Menschen, die bereits in einer eigenen Wohnung leben. Hierfür sind weitere 95 Termine vorgesehen. Nach Angaben der Stadt soll die Einführung für alle Bezieherinnen und Bezieher von Grundleistungen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

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Wie funktioniert die Bezahlkarte für Asylbewerber in Essen?

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Bei der Bezahlkarte handelt es sich um eine guthabenbasierte Debitkarte. Über sie werden künftig die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgezahlt. Die Karte kann im Einzelhandel und auch online genutzt werden. Überweisungen und Online-Banking sind ebenfalls möglich. Nicht möglich sind allerdings Geldtransfers ins Ausland oder Ausgaben für Glücksspiel und sexuelle Dienstleistungen. Außerdem kann die Karte außerhalb Deutschlands nicht genutzt werden.

Pro Monat können standardmäßig bis zu 50 Euro in bar abgehoben werden. In begründeten Einzelfällen kann dieser Betrag erhöht werden. An der Höhe der ausgezahlten Leistungen ändert sich durch die Einführung der Bezahlkarte nichts.

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Wie viele Menschen in Essen betrifft das?

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In der ersten Phase betrifft die Einführung in Essen 126 Leistungsfälle mit insgesamt 211 Personen. Darunter sind 140 Erwachsene und 71 Kinder. Minderjährige erhalten ihre Leistungen in der Regel über die Karte eines sorgeberechtigten Erwachsenen. Leben sie nicht mit einem Erziehungsberechtigten zusammen, bekommen sie eine eigene Karte. Für Menschen, die Leistungen nach § 2 des Asylbewerberleistungsgesetzes beziehen, ist die Einführung der Bezahlkarte erst im Jahr 2027 geplant.

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Warum wird die Bezahlkarte für Asylbewerber in Essen eingeführt?

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Mit der Bezahlkarte setzt die Stadt Essen die Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen um. Ziel ist es, die Auszahlung der Leistungen landesweit einheitlich zu gestalten und Verwaltungsabläufe zu vereinfachen. In den Landeseinrichtungen wird die Bezahlkarte bereits eingesetzt, jetzt folgt schrittweise die Einführung in den Kommunen.

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