Orgel im Dom in Essen feiert Geburtstag - Das macht sie so besonders!

Orgeln gibt es in vielen Kirchen, auch im Dom in Essen. Was gerade diese Orgel so besonders macht, lest Ihr hier.

© André Hirtz / Funke Foto Services

Festkonzert in Essen zum Geburtstag

Es ist ein runder Geburtstag, der am Sonntag, 24. März, in Essen gefeiert wird. Dann wird die Rieger-Orgel im Dom zwanzig Jahre alt. Deswegen gibt es um 16 Uhr ein großes Festkonzert mit Stücken von Johann Sebastian Bach, zwischendurch wird Wein ausgeschenkt. Jeder kann vorbei kommen, aber auch der Bischof kommt, der Oberbürgermeister und jemand von der Orgelbau-Firma Rieger aus Österreich. Das alles für eine Orgel. Was macht diese Orgel so besonders?

Orgel und Akustik in Essen sind einzigartig

Jede Orgel ist einzigartig, sagt Domorganist Sebastian Küchler-Blessing.

"Was wir hier im Dom haben ist ein Einzelstück. Das würde so, wie es hier steht, nirgendswo anders aufgestellt werden können. Das würde so, wie es hier funktioniert, aber auch nirgendswo anders funktionieren."

Der Grund: Die Akustik. Die ist ebenfalls einzigartig im Essener Dom. "Dahingehend einzigartig, dass man leiseste Geräusche verstehen kann." Der Domorganist kann also viel mit leisen Tönen aber auch mit sehr lauten Tönen spielen und sich so in unterschiedlichsten Formen komplett ausdrücken.

Orgel in Essen ist Vorbild für andere Orgeln

Die Einzigartigkeit der Rieger-Orgel in Essen macht sie auch sehr wertvoll. Würde die Orgel kaputt gehen und einen neue nötig werden, bräuchte man rund zweieinhalb Millionen Euro. "Es ist alles Maßarbeit, es ist vieles Handarbeit und es muss alles auf diesen Raum angepasst sein", sagt Sebastian Küchler-Blessing. In Essen hat diese Maßarbeit scheinbar sehr gut funktioniert. Die Essener Orgel ist Vorbild gewesen für andere Orgeln, zum Beispiel die im Regensburger Dom.

Musiker aus Essen kann seine Leidenschaft voll ausleben

Der Essener Domorganist freut sich an der Rieger-Orgel spielen zu dürfen. Schon als er zweieinhalb Jahre alt war und regelmäßig einem Bekannten beim Orgelspielen zuschauen durfte, wusste er: Das will ich auch mal machen. In Essen kann Sebastian Küchler-Blessing seine Leidenschaft voll ausleben.

"Man tritt als Musiker immer in Zwiesprache mit dem, was da steht, was da klingt. Je größer die Möglichkeiten sind, die das Instrument bietet, umso mehr kann man auch machen. Und hier kann ich - ich bin jetzt seit zehn Jahren hier - gab es nicht eine Minute in der Zeit, in der ich mich irgendwie gelangweilt hätte. Ich entdecke immer noch neue Sachen."

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