
Neues Beratungsangebot in Essen für Familien und Kindern
In Essen können sich Familien ab Januar 2026 an eine neue Beratungsstelle wenden. Die Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft konnte dafür 1,8 Millionen Euro Fördergeld einwerben und startet deswegen jetzt mit dem neuen Angebot.
Veröffentlicht: Montag, 05.01.2026 12:23
Hilfe in Essen für Familien und Kinder
Beraten und vermitteln – damit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeit und Bildung Essen GmbH (ABEG) viel Erfahrung. Bisher fehlte jedoch ein spezielles Angebot für Familien. Das hat sich nun geändert: Ab sofort können die Mitarbeitenden die ganze Familie unterstützen – auch die Kinder.
Fehlt zum Beispiel ein Kita-Platz, kümmern sie sich darum. Sie finden heraus, wo es freie Plätze gibt, und helfen bei der Anmeldung. So können die Kinder in der Kita lernen und mit anderen Kindern spielen. Die Eltern gewinnen dadurch Zeit und Kraft für die nächsten Schritte.
Für viele Familien sind Schulden ein großes Thema. Die Beraterinnen und Berater der ABEG vereinbaren Termine bei der Schuldnerberatung und bereiten alles Wichtige dafür vor. Manche Menschen öffnen ihre Briefe nicht mehr, weil ihnen die Situation über den Kopf wächst. Auch hier helfen die Mitarbeitenden und sagen: „Bringen Sie die Briefe mit – wir machen das gemeinsam.“.
Viele Menschen, die in solche Lebenslagen geraten, schämen sich und wissen nicht mehr weiter. Genau hier setzt das neue Programm Akti(F) Plus der ABEG an. Es wird eine feste Anlaufstelle direkt bei der ABEG am Zipfelweg geben. Zusätzlich wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in die Stadtteile gehen und ihre Hilfe vor Ort vorstellen. Die Gespräche sind immer vertraulich. Niemand muss Angst haben, dass etwas nach außen dringt. Das betont Doris Walencki im Gespräch mit Radio-Essen-Stadtreporterin Anne Bartl.
Familien in Essen brauchen immer mehr Unterstützung
Die Essener Arbeit und Bildung Essen GmbH (ABEG) unterstützt seit vielen Jahren Menschen in Essen, die auf dem Arbeitsmarkt nur schwer Fuß fassen. Langzeitarbeitslose erhalten dort Weiterbildungen oder haben die Möglichkeit, einen ganz neuen Beruf zu erlernen. Viele Menschen brauchen zunächst auch Hilfe, um wieder in einen geregelten Alltag zu finden. Ab Januar erweitert die ABEG ihr Angebot. Die städtische Tochtergesellschaft hat Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der Europäischen Union erhalten und setzt nun das Projekt Akti(F) Plus um.
Mit diesem Projekt werden Familien mit Kindern unterstützt, die zum Beispiel Bürgergeld beziehen, nur wenig Geld mit ihrer Arbeit verdienen, ihre Kinder allein erziehen oder gesundheitliche Einschränkungen haben. Viele von ihnen sind verschuldet und erhalten keine passenden Jobangebote. Genau hier setzen ab Januar sechs Beraterinnen und Berater der ABEG an und bieten gezielte Unterstützung an.
Neue Beratungsstelle in Essen
In Essen wird an der Karolingerstraße 96 die neue Beratungsstelle eingerichtet. Die Beraterinnen und Berater starten direkt am Montag (5. Januar). Sie wollen aber auch immer wieder unterwegs sein und bei öffentlichen Veranstaltungen und Stadtteilfesten dabei sein. Auch in den Jobcentern werden sie immer wieder vor Ort beraten. So sollen möglichst viele Familien von den Angeboten erfahren und profitieren. Es sind sogar Termine bei den Familien selbst möglich, wenn das nötig ist. Die neue Beratungsstelle in Altenessen-Süd an der Karolinerstraße ist dort im Haus 10 in der 1. Etage und mit der Straßenbahnlinie 108 gut erreichbar. Telefonisch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell über die Zentrale der EABG unter der Telefonnummer 88 72203 oder über diesen Link.

