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Nach Messer-Attacke in Essen: Angreifer muss viele Jahre ins Gefängnis
© Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services
Großeinsatz von Polizei, SEK,Feuerwehr, Rettungssanitätern, Polizeihubschrauber am Berufskollegs im Bildungspark an der Blücherstraße im Nordviertel.
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Nach Messer-Attacke in Essen: Angreifer muss viele Jahre ins Gefängnis

Ein Schüler aus Essen ist nach Messerangriffen auf seine Lehrerin und einen Obdachlosen verurteilt worden. Das Gericht verhängt eine hohe Jugendstrafe.

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Hohe Jugendhaftstrafe für Schüler aus Essen

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In Düsseldorf ist das Urteil gegen einen Schüler aus Essen gefallen. Das Oberlandesgericht hat den jungen Mann zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt. Er hat vor rund einem Jahr seine Klassenlehrerin am Berufskolleg im Bildungspark im Nordviertel und später einen Obdachlosen mit einem Messer angegriffen. Beide Opfer wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Die Richter haben ihn wegen zweifachen versuchten Mordes schuldig gesprochen. Weil der Täter zur Tatzeit erst 17 Jahre alt war, wurde er nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Das Gericht hat außerdem entschieden, dass er in einer sozialtherapeutischen Einrichtung untergebracht wird. Zudem behält sich der Senat vor, ihn später in Sicherungsverwahrung zu nehmen, falls er weiterhin gefährlich bleibt.

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Islamistisches Motiv für die Taten in Essen

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Die Ermittler haben herausgefunden, dass sich der Schüler im Internet radikalisiert hat. Als Grund für den Angriff auf seine Lehrerin hat er angegeben, dass sie den Propheten Mohammed beleidigt haben soll. Nach der Tat am Berufskolleg ist er zur Alten Synagoge in Essen gegangen. Dort wollte er offenbar so viele jüdische Menschen wie möglich töten. Weil er aber nicht hineinkam, hat er stattdessen an einer Bushaltestelle einen schlafenden Obdachlosen angegriffen. Der Mann erlitt schwere Verletzungen an der Lunge. Der Plan des Schülers war es wohl auch, sich am Ende von der Polizei erschießen zu lassen. Das Urteil ist aktuell noch nicht rechtskräftig. Da der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, gab es vorab nur wenige Details. Die Stadt Essen hatte nach den Vorfällen reagiert und einen privaten Sicherheitsdienst am Berufskolleg eingesetzt, um Schülern und Lehrern mehr Sicherheit zu geben.

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