Müll in Essen: Corona-Zeit sorgt für viel mehr Abfall in der Stadt

Das Coronavirus sorgt für deutlich mehr Müll in Essen. Vor allem Sperrmüll und Biomüll sind deutlich mehr geworden. Die Entsorgungsbetriebe haben für Radio Essen den März und April mit dem letzten Jahr vergleichen. Das Ergebnis hat auch die Experten überrascht.

Wilder Müll in Essen
© Radio Essen/Kostas Mitsalis

Viel Garten-Arbeit und Entrümpelungen in Essen

Im März und April sind 42 Prozent mehr Grünabfälle in den braunen Tonnen in Essen gelandet. Viele Essener verbringen mehr Zeit im Garten, weil kaum einer weg fährt und produzieren so auch mehr Biomüll. Entrümpeln war die andere beliebte Freizeitbeschäftigung in der Corona-Zeit. 3.000 Sperrmüll-Termin-Anfragen mehr als vor einem Jahr sind bei den EBE eingegangen. Nur beim grauen Hausmüll und beim Papiermüll ist alles beim Alten geblieben.

Mehr wilde Müllkippen in Essen

Allerdings sind auch die wilden Müllkippen deutlich mehr geworden in Essen. 450 bis 500 pro Woche melden Essener bei der Mängelmelder-App der Stadt. Sonst waren es etwa halb so viele. Wer durch die Stadt fährt, sieht hier mal einen alten Röhrenfernseher, da ein paar alte Küchenmöbel, oft ist der Sperrmüll aber nicht angemeldet, hat unser Stadtreporter herausgefunden. Somit werden diese Müllberge zu sogenannten wilden Müllkippen, von denen die Entsorgungsbetriebe erst erfahren müssen, um sie wegräumen zu können.

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