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Leih-E-Scooter in Essen: Wie gut funktionieren die Parkzonen?
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
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Leih-E-Scooter in Essen: Wie gut funktionieren die Parkzonen?

Mehr als 2.000 Leih-E-Scooter sind in Essen unterwegs. Seit Anfang 2026 müssen diese in der Innenstadt auf gekennzeichneten Parkplätzen abgestellt werden. Wie gut klappt das?

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Wo kann ich in Essen Leih-E-Scooter parken?

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In der Innenstadt in Essen könnt Ihr Eure Leih-E-Scooter (zum Beispiel von Lime, Dott oder Bolt) seit Anfang des Jahres nur noch auf gekennzeichneten Parkflächen abstellen. Davon gibt es rund um die Innenstadt 54 Stück. Ihr erkennt die Parkplätze an den blauen Schildern und weißen Linien am Boden. Wenn Ihr Euch einen Scooter ausleiht, dann könnt Ihr ihn nur auf den Parkflächen wieder abstellen, ansonsten könnt Ihr über die App den Ausleihvorgang nicht beenden. Das funktioniert mit GPS - "Geofencing" genannt. So sollen die E-Scooter nicht mehr überall im Weg rumstehen.

"Die Ungenauigkeit des GPS lässt einen gewissen Spielraum zu. Das "wilde" Abstellen ist jedoch unterbunden, da der Ausleihvorgang nicht beendet werden kann, wenn der E-Scooter abseits der markierten Parkflächen abgestellt werden," sagt die Stadt auf Radio Essen-Anfrage.

Das hat auch unsere Radio Essen-Stadtreporterin im Januar getestet. Diesen Herbst sollen weitere Parkplätze in Holsterhausen und Frohnhausen eingerichtet werden, danach im Südviertel, Rüttenscheid und Huttrop und zuletzt in Altendorf, Altenessen-Süd, Steele und Kray und schließlich in den Stadtteilzentren Borbeck, Bochold, Stoppenberg und Freisenbruch. Doch, funktionieren die Parkplätze wirklich?

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Wie gut funktionieren die E-Scooter Parkflächen in Essen?

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Es melden sich immer wieder Hörerinnen und Hörer bei Radio Essen, die sich über E-Scooter beschweren, die im Weg herumstehen und nicht auf den Parkflächen abgestellt wurden. Wie kann das sein?

Auf Radio Essen-Anfrage nennt der Anbieter Bolt mehrere Gründe: Es kann sein, dass Nutzerinnen und Nutzer die Roller trotz der Hinweise der App einfach irgendwo abstellen und dann die Ausleihe nicht beenden. Das würde die Nutzenden auch entsprechend kosten.

"Darüber hinaus können Fahrzeuge nach Fahrtende von Dritten verschoben oder umgeworfen werden. Auch GPS-Ungenauigkeiten können insbesondere in dicht bebauten Innenstadtbereichen vereinzelt eine Rolle spielen."

Deswegen kontrollieren Ordnungsteams ob die Fahrzeuge ordnungsgemäß abgestellt wurden und stellen sie bei Bedarf an den richtigen Platz zurück, sagten Lime, Dott und Bolt auf Radio Essen-Anfrage. Dott fügt hinzu:

"Dort wo Regeln nicht eingehalten werden gibt es Strafzahlungen bis hin zu Kontosperrungen."

In anderen Stadtteilen außerhalb der Innenstadt gibt es noch keine Parkflächen, da können E-Scooter bisher weiterhin auch im Weg herumstehen.

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Was sagen die Menschen in der Innenstadt von Essen zu den E-Scootern?

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In einer Radio Essen-Umfrage sind einige von Euch mehr, einige weniger begeistert von den E-Scootern in der Innenstadt. Michele ist zum Beispiel kein Fan:

"Der eine macht's, der andere nicht. Und selbst wenn die Roller da ordnungsgemäß hingestellt werden, kommen irgendwelche Idioten, die die Dinger beim vorbeilaufen umtreten."

Simone freut sich dagegen über einen Parkplatz direkt vor ihrer Tür

"Ich nutze den jeden Tag. Das ist schneller, als mit dem Auto, man muss keinen Parkplatz suchen, man verbraucht keinen teuren Sprit - einfach super."
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Kostas MitsalisE-Scooter Parkplätze
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Bleiben Leih-E-Scooter in Essen bald in Sperrzonen einfach stehen?

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Die EBB/FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen hat mehr Sicherheit im Umgang mit Leih-E-Scootern in stark frequentierten Bereichen gefordert. In der Ratssitzung am 16. September hatten die Politiker deswegen vorgeschlagen, GPS-gestützte Geofencing-Zonen einzurichten. In Sperrzonen (z.B. in der Fußgängerzone Kettwiger Straße) sollten die Leih-Scooter technisch komplett blockiert werden und nicht mehr fahren können. Außerdem wurde vorgeschlagen, Langsamfahrzonen einzurichten, in denen E-Scooter ihre Geschwindigkeit automatisch auf 6km/h drosseln (z.B. an Schulen, Kitas, Bahnhöfen). Dieser Vorschlag wurde im Rat der Stadt jedoch abgelehnt. Eine Umsetzung sei rechtlich nicht möglich - das sagen auch Dott, Lime und Bolt auf Radio Essen-Anfrage.

"Technisch wäre eine ortsabhängige Begrenzung der Geschwindigkeit von E-Scootern per Geofencing grundsätzlich umsetzbar und wird in anderen europäischen Ländern bereits eingesetzt. In Deutschland lässt der derzeitige Rechtsrahmen eine solche automatische Geschwindigkeitsreduzierung jedoch nicht zu, da sie in das Fahrgeschehen eingreift. Eine automatische Drosselung unserer E-Scooter auf 6 km/h in bestimmten Bereichen könnten wir in Essen daher unter den derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht entsprechend umsetzen," erklärt Lime.
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