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Jugendbefragung im Norden von Essen: Das läuft gut - das nicht!
© Michael Gohl / FUNKE Foto Services
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Jugendbefragung im Norden von Essen: Das läuft gut - das nicht!

Wie sehen Jugendliche in Essen ihren Stadtteil? Genau darum geht es beim Masterplan Image für den Essener Norden. Die Stadt hat jetzt die Ergebnisse einer Jugendbeteiligung veröffentlicht.

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Wie sehen Jugendliche den Norden von Essen?

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Für die Auswertung haben mehr als 300 junge Menschen unter 25 Jahren mitgemacht. Sie konnten online und in Workshops ihre Sicht auf Altenessen, Karnap und Vogelheim schildern. Viele fühlen sich dort zwar zuhause, sehen aber auch klare Probleme. Im Schnitt bewerteten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Stadtteil mit 2,8 von 5 Sternen.

Auffällig ist: Die jungen Menschen beschreiben ihre Viertel oft sehr zwiegespalten. Einerseits fallen Worte wie "vielfältig", "familiär" und "offen". Andererseits aber auch "schmutzig", "unsicher" oder "vernachlässigt". Gleichzeitig sagen 59 Prozent, dass sie sich in ihrem Stadtteil eher zuhause fühlen. Mehr als die Hälfte, nämlich 53,6 Prozent, nimmt den eigenen Stadtteil aber trotzdem als eher abgehängt vom Rest der Stadt wahr.

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Was ist den Jugendlichen im Norden von Essen besonders wichtig?

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Am deutlichsten wird die Umfrage bei den Wünschen für die Zukunft: 78,1 Prozent der Jugendlichen sagen, dass ihnen saubere Orte ohne Müll besonders wichtig sind. 71,3 Prozent wünschen sich sichere Wege, 64,8 Prozent nennen Treffpunkte zum Chillen als wichtigen Punkt. Auch mehr Grünflächen und Freizeitangebote spielen für viele eine große Rolle.

Wenn sich die Jugendlichen auf ein einziges Thema festlegen mussten, lag Sicherheit - auch abends - mit 33,9 Prozent klar vorne. Mädchen und junge Frauen legen darauf noch mehr Wert als Jungen und junge Männer. Dahinter folgen saubere Orte und weniger Müll mit 14,9 Prozent und der Wunsch nach einem lebendigeren Stadtteil mit 10,8 Prozent.

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Welche Orte fallen im Norden von Essen besonders auf?

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Positiv bewertet wurden vor allem Grün- und Freizeitflächen wie die Schurenbachhalde, der Kaiser-Wilhelm-Park, der Spindelmannpark oder der Emscherpark. Gleichzeitig wurden aber auch genau solche Orte und zentrale Plätze wie der Altenessener Markt, der Bahnhof Altenessen, der Karnaper Markt oder die Vogelheimer Straße häufig als Problemorte genannt, zum Beispiel wegen mangelnder Sauberkeit, schlechter Beleuchtung oder Unsicherheitsgefühlen am Abend.

Gerade bei Parks zeigt sich dabei ein widersprüchliches Bild: Viele Jugendliche halten sie für wichtige Orte zum Entspannen, Sport machen oder Freunde treffen. Gleichzeitig fühlen sich einige dort abends unwohl - etwa wegen schlechter Beleuchtung oder weil sie die Atmosphäre als unsicher empfinden.

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Was passiert mit den Ergebnissen?

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Die Umfrage zeigt auch: Viele junge Menschen können sich im Moment nur schwer vorstellen, langfristig in ihrem Stadtteil zu bleiben. Der Blick auf die Zukunft ist eher verhalten. 59,1 Prozent schauen eher pessimistisch auf die Entwicklung ihres Viertels. Dazu passt auch, dass viele Jugendliche sagen, es brauche langfristige Veränderungen - nicht nur einzelne schnelle Maßnahmen.

Damit junge Menschen sich vorstellen können, auch später in Altenessen, Karnap oder Vogelheim zu wohnen, wünschen sie sich laut Auswertung vor allem mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit, bessere Freizeitangebote und attraktivere Treffpunkte. Auch die Anbindung und das Gefühl, mit dem eigenen Stadtteil von der Stadt insgesamt ernst genommen zu werden, spielen für viele eine wichtige Rolle.

Die Ergebnisse sind Teil des Projekts "Masterplan Image", mit dem die Stadt Essen zusammen mit weiteren Partnern Ideen für die Zukunft von Altenessen, Karnap und Vogelheim sammelt. Die Rückmeldungen der Jugendlichen sollen jetzt in die weitere Planung einfließen. Eine dritte Online-Beteiligung für alle Altersgruppen läuft noch bis Ende Juni 2026.

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