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Hilfe in Essen für Obdachlose in der Kälte
© Pixabay
Obdachloser (Symbolbild)
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Hilfe in Essen für Obdachlose in der Kälte

In Essen wird es wieder kälter. Menschen, die keine Wohnung haben, brauchen deshalb Unterstützung. Hilfe bekommen sie an vielen unterschiedlichen Standorten in der Stadt und von vielen Helfern.

Veröffentlicht: Dienstag, 18.11.2025 16:40

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Hilfe in Essen für Obdachlose im Winter

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In Essen gibt es eine Vielzahl von Angeboten für Menschen ohne eigene Wohnung. Die Gründe, warum sie keine Wohnung haben, sind sehr verschieden. Deshalb richten sich auch die Angebote an unterschiedliche Gruppen. Grundsätzlich gibt es aber eine Kältehotline. Das ist die 0201 22 22 22. Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Menschen ohne Wohnung können sich mit ihren Fragen dort selbst melden. Aber auch alle, die sich Sorgen um jemanden auf der Straße in der Kälte machen. Bei dem Verdacht auf gesundheitliche Schwierigkeiten sollte aber immer direkt der Rettungsdienst unter der 112 informiert werden. Auch die Polizei unter 110 kann angerufen werden.

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Warme Sachen in Essen gesucht

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Die FairSorger in Essen haben gerade wieder viele Nachfragen nach warmen Sachen, Decken und dicken Schlafsäcken. Der Verein hat einen neuen Standort am Weberplatz 3 im ehemaligen China-Restaurant. Dort verteilen sie dreimal in der Woche montags, mittwochs und freitags ab 19 Uhr warme Sachen und Essen. Die FairSorger nehmen weiter Sachspenden entgegen, wie warme Schuhe und Stiefel, aber auch Skijacken und Skihosen helfen im Winter sehr gut. Am neuen Standort haben die Gäste mehr Platz und können auch länger bleiben und ihren Kaffee trinken und ihre Suppe essen. Das hilft vielen auch eine Zeit lang aus der Kälte zu kommen. Die FairSorger suchen außerdem noch weitere Helfer, die sie bei der Ausgabe der Sachen unterstützen wollen.

Außerdem helfen die Mitglieder von Lebenstraum zwei Mal in der Woche am Kopstadtplatz wohnungslosen Menschen. Dort verteilen sie ebenfalls Lebensmittel, Kleidung und warme Mahlzeiten. Außerdem fahren sie mindestens einmal in der Woche mit dem Suppenfahrrad zu den bekannten Schlafplätzen der wohnungslosen Menschen und verteilen auch dort warme Getränke und Mahlzeiten. Die Gruppe sucht ebenfalls noch Helfer für ihre Arbeit.

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In Essen gibt es viele unterschiedliche Hilfsangebote

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In Essen können wohnungs- und obdachlose Männer im Westviertel in der Lichtstraße 1 übernachten. Dort gibt es Duschmöglichkeiten und sie können auch ihre Wertsachen aufbewahren. In der Grimbergstraße 22 in Kray können Frauen übernachten. Die Schlafstellen haben ab 19 Uhr geöffnet. Bei extremen Wetterlagen werden die Öffnungszeiten angepasst. Der RAUM 58 ist die Anlaufstelle für obdachlose Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Die Schlafstelle für Jugendliche ist in der Niederstraße 12-16 und von 21 bis 9 Uhr geöffnet. Die Suchthilfe Essen bietet in der Hoffnungsstraße 24 Übernachtungen für drogenkranke Menschen an. Die 15 Betten sind fast immer voll belegt unabhängig von den Temperaturen. Wenn die Temperaturen unter minus 3 Grad sinken, dann stellt das Deutsche Rote Kreuz in Borbeck am Wolfsbankring 5a wieder ein Wärmezelt auf. Hier können obdachlose Menschen ab 21 Uhr übernachten. Zusätzlich sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Woche bereits mit dem Kältebus rausgefahren und haben an bestimmten Standorten warme Sachen und warme Getränke verteilt.

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Tagsüber in Essen vor Kälte schützen

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Wenn es in Essen im Winter richtig kalt wird, dann können wohnungslose Menschen auch tagsüber eine trockene Bleibe finden. Das Krisencafé der Suchthilfe in der Hoffnungsstraße ist ein Tagesaufenthalt für Menschen, die volljährig sind und Drogen konsumieren. Dort werden auch einige Liegesessel und Tagesbetten angeboten. Die Suchthilfe will für den Winter jetzt noch Thermosocken, Mützen, winterfeste Schlafsäcke und Thermoskannen besorgen. An der Steeler Straße bietet der Caritasverband von 8:30 bis 18:30 Uhr Wohnungslosen einen Ort an, an dem sie vor Kälte und Nässe geschützt sind. Das Café Schließfach an der Niederstraße bietet Versorgung für drogenabhängige, sich prostituierende und wohnungslose Mädchen und Frauen an. Dazu gibt es die Möglichkeit in der Bahnhofsmission direkt am Hauptbahnhof einen Kaffee zu trinken und sich auszuruhen. Auch hier bieten die freiwilligen Helfer ihre Unterstützung an und beraten Menschen, wo sie sich sonst sicher aufhalten können. Außerdem bieten die Schwestern der Mutter Teresa an der Elisenstraße 15 eine Suppenküche an.

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Medizinische Hilfe in Essen für wohnungslose Menschen

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Wer in Essen draußen in der Kälte lebt, hat auch häufig gesundheitliche Probleme. Das Arztmobil der GSE bietet deshalb Beratung und Hilfe an unterschiedlichen Standorten an. Wer Hilfe braucht und keine eigene Krankenversicherung hat, bekommt hier medizinische Hilfe. Auch in der Naturheilpraxis ohne Grenzen in der Papestraße 7 kümmern sich ehrenamtliche Helfer um die Menschen, die Hilfe brauchen. Hier bekommen sie Massagen, Pflaster, Salben und viele andere Hilfsmittel, damit es ihnen besser geht. Außerdem sind die Helferinnen und Helfer mit dem NaturheilMobil unterwegs und kümmern sich in der Innenstadt und in Rüttenscheid um wohnungslose und sozial schwache Menschen.

In der Ahrfeldstraße 73 in Bergerhausen werden hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche nach Absprache mit dem Jugendamt in der Jugendschutzstelle versorgt. Außerdem bietet der CJD im Rückenwind Beratung und Hilfe für Jugendliche am Viehofer Platz 10 an.

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