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Haupteinang mit Schild "Universitätsklinikum Essen"
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
Haupteingang von der Uniklinik in Essen
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Herztransplantationen in Essen: Uniklinik gewinnt vor Gericht

Die Uniklinik in Essen darf weiterhin Herzen transplantieren. Das hat das Oberverwaltungsgericht entschieden.

Veröffentlicht: Freitag, 27.03.2026 10:24

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Dürfen am Uniklinikum in Essen Herzen transplantiert werden?

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Am Uniklinikum in Essen sollte es laut Krankenhausreform keine reinen Herztransplantationen mehr geben. Nur kombinierte Herz-Lungen Transplantationen hätte es geben dürfen. Dagegen hat das Uniklinikum im Januar letzten Jahres geklagt. Die Uniklinik in Holsterhausen transplantiert seit 30 Jahren Herzen und hat sich in diesem Bereich über Jahre etabliert. Wenn es dort keine Transplantationen mehr geben darf, kann die Klinik ihren Forschungs- und Bildungsauftrag nicht mehr erfüllen, machte das Uniklinikum damals deutlich. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat der Uni im März 2025 bereits Recht gegeben und die Reform konnte vorerst gestoppt werden. Damit sie aber gar nicht erst in Kraft tritt, musste das Oberverwaltungsgericht entscheiden. Und die Entscheidung ist am Mittwoch (25. März) gefallen: Am Uniklinikum in Essen dürfen weiterhin Herzen transplantiert werden. Eine gute Nachricht, sagt Peter Renzel, Gesundheitsdezernent der Stadt Essen auf Facebook:

Unsere Uniklinik und damit auch unser Gesundheitsstandort Essen hat gewonnen! Als Gesundheitsdezernent habe ich gegenüber dem Land hier immer klar Stellung bezogen und auch unsere kommunale Gesundheitskonferenz hat die Uniklinik mit ihren fachlichen Stellungnahmen vollumfänglich unterstützt. Ich bin sehr froh über diese Entscheidung des Gerichts.

Der Beschluss vor dem Oberverwaltungsgericht ist endgültig.

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Warum hat sich das Gericht für Essen entschieden?

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Die Bezirksregierung wollte die Leistungen am Uniklinikum in Essen stark begrenzen und an Bedingungen knüpfen - eine Fehlentscheidung, sagt das Oberlandesgericht. Kritisiert wurde vor allem, dass nicht ausreichend berücksichtigt wurde, dass Essen in der Region besondere Erfahrung mit Herz-Lungen-Transplantationen hat und dass eine Aufteilung auf mehrere Kliniken die Qualität verschlechtern könnte. Außerdem könnte durch die Einschränkung der Bedarf an Transplantationen nicht gedeckt werden.

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