
Großeinsatz in Essen – Gefährliches Pulver in der Poststelle?
Die Feuerwehr Essen ist seit Montagmittag (4. Mai) im Ostviertel im Einsatz. In einer Poststelle wurde ein Brief geöffnet, eine Frau hat danach Atemwegsbeschwerden bekommen. Das ist bisher bekannt.
Veröffentlicht: Montag, 04.05.2026 11:17
Weißes Pulver in Brief: Großeinsatz der Feuerwehr in Essen
In der Severinstraße in Essen hat eine Mitarbeiterin der Poststelle einer Krankenkasse am Montagmittag (4. Mai) Briefe geöffnet. Die Mitarbeiterin hat beim Öffnen der Briefe nur noch schlecht Luft bekommen und ihre Augen begannen zu brennen. Die Polizei hat inzwischen alles durchsucht und konnte kein verdächtiges Pulver finden. Zuerst gab es Informationen, dass ein Pulver aus einem Umschlag rausgerieselt sein sollte. Das konnte ein Sprecher der Polizei Essen nicht bestätigen. Auch ein Sprecher der Feuerwehr Essen bestätigt auf Radio Essen-Nachfrage, dass die Feuerwehrleute mit ihren Messgeräten keine schädliche Substanz finden konnten.
Die Feuerwehr war aber im Ostviertel mehrere Stunden im Einsatz. Die betroffene Mitarbeiterin wurde von den Rettungskräften betreut und während des Einsatzes ging es ihr nach und nach wieder besser, sagt der Sprecher der Polizei. Auch die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenkasse wurden untersucht und es wurde niemand weiter verletzt. Es war nur für alle ein aufregendes Bild, weil die Feuerwehrleute in weißen Schutzanzügen durch das Büro gelaufen sind. Die Kriminalpolizei versucht jetzt weitere Hintergründen rauszufinden. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte vor Ort. Mit dabei waren die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr aus Kray, mehrere Spezialfahrzeuge waren dort und ein ABC-Fachberater sowie Experten der Analytischen Task Force.
Die Severinstraße und andere Nebenstraßen waren zeitweise gesperrt.