
Großdemo in Essen: Ein Jahr nach Machtwechsel in Syrien
Am Sonntag (07. Dezember) hat es in Essen eine große Versammlung gegeben. Ein Jahr nach dem Machtwechsel in Syrien feierten 10.000 Menschen auf den Straßen. Es kam zu großen Verkehrseinschränkungen.
Veröffentlicht: Sonntag, 07.12.2025 17:07
Versammlung in Essen: 10.000 Menschen treffen sich
Tausende Menschen haben sich am Sonntagnachmittag an der Freiheit am Hauptbahnhof in Essen versammelt - um an den Machtwechsel in Syrien vor einem Jahr zu erinnern. Es kam zu großen Einschränkungen im Straßenverkehr: Die Polizei hatte zum Beispiel die Huyssenallee und die Zufahrt zur Freiheit von der Bernestraße aus gesperrt. Niemand kam mehr durch. Außerdem gab es Autokorsos auf vielen Straßen in der Essener Innenstadt. Laut Polizei blieb es größtenteils friedlich. Vereinzelt kam es aber zu Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. Es wurden Böller gezündet und eine verbotene Flagge gezeigt. Die Polizei musste die Versammlungsfläche außerdem mehrmals vergrößern, weil immer mehr Menschen dazu kamen. Am Ende waren es rund 10.000 - deutlich mehr als die angemeldeten 2.500. Die Polizei hatte sich darauf eingestellt, dass Teilnehmende versuchen könnten, auf den Weihnachtsmarkt zu ziehen - das war aber nicht der Fall. Die Versammlung startete um 12 Uhr an der Steile Lagerung / Rellinghauser Straße, sie wurde gegen 17:15 Uhr vom Versammlungsleiter beendet. Die Polizei war mit vielen Kräften und zwei Drohnen im Einsatz
Gegen 17:50 Uhr, also während der Abreisezeit, kam es am Hauptbahnhof zu einer Messerattacke. Dabei wurde ein 21-jähriger Syrer schwer verletzt. Inwieweit die Tat mit der Versammlung zusammenhängt ist Teil der Ermittlungen.
Die Hintergründe in Essen zur Versammlung
Viele Syrer in Essen haben am Sonntag (07. Dezember) den Jahrestag der Befreiung Syriens und des Widerstands gegen das Assad-Regime gefeiert. Die Versammlung sollte von 12 bis 20 Uhr dauern, angemeldet waren rund 2.500 Teilnehmende, sagt die Polizei. Letztes Jahr hatten zehntausende Syrer bei uns den Machtwechsel in Syrien gefeiert. Das waren deutlich mehr als angekündigt und sorgte auch für Verkehrschaos rund um den Berliner Platz. Deshalb hat die Polizei dieses Jahr einen anderen Versammlungsort ausgewählt. Auf ihren Social Media-Kanälen informierte die Polizei über die aktuellen Entwicklungen. Es war kein offizieller Demonstrationszug angemeldet, sondern eine Versammlung. Offizielle Absperrungen sollte es nicht geben, Autofahrer müssten sich aber trotzdem auf Einschränkungen einstellen.



