
Wie viele geflüchtete Jugendliche gibt es in Essen?
Die Stadt Essen musste 2025 weniger unbegleitete minderjährige Geflüchtete versorgen. Das sind Personen unter 18 Jahren, die ohne einen sorgeberechtigen Erwachsenen in ein EU-Land kommen oder dort zurückgelassen werden. Die Zahl ist von 395 (2024) auf 353 (2025) gesunken.
Einen größeren Einbruch gab es bei den Inobhutnahmen. Während 2024 noch 143 Jugendliche vorläufig in Essen aufgenommen wurden, waren es 2025 nur noch 50. Knapp die Hälfte davon wurden im Verlauf auf andere Kommunen verteilt, rund 30 Prozent der Minderjährigen sind in Essen geblieben. Am häufigsten wurden Jugendliche aus der Ukraine in Essen aufgenommen.
Wie kümmert sich die Stadt Essen um Geflüchtete?
Die Jugendlichen in Essen werden zum Beispiel bei Verwandten untergebracht. Die Mehrheit wird aber in Einrichtungen der Jugendhilfe betreut. Junge volljährige Geflüchtete bekommen auch Hilfe: Für sie gibt es ambulante Unterstützung in ihren eigenen Wohnungen. Ein großes Problem der Stadt Essen und der Jugendhilfe ist: die geflüchteten Jugendlichen haben oft wenig bis keine Schulbildung und psychische Probleme. Diesen Personen soll in einem Sprachcafé geholfen werden - dort sollen sie eine Tagesstruktur bekommen und Deutsch lernen.
Wie reagiert die Stadt Essen auf den Rückgang?
2025 hat die Stadt Essen die Brückenplätze von 92 auf 34 reduziert. Brückenplätze sind Übergangsplätze für minderjährige Geflüchtete, wo sie unterkommen können, wenn zum Beispiel in Einrichtungen der Jugendhilfe gerade kein Platz frei ist. Auch für 2026 rechnet die Stadt Essen mit rückläufigen Zahlen. In Zukunft soll es nur noch 10 Brückenplätze geben.