
Führungen im Tierheim Essen: Tierschutz hautnah erleben
Hund, Katze, Huhn oder Schlange: Bei den Führungen durch das Tierheim Essen lernen Familien die tierischen Bewohner aus nächster Nähe kennen. Besonders für Kinder wird dabei erlebbar, was es bedeutet, sich um ein Haustier zu kümmern.
Veröffentlicht: Dienstag, 16.06.2026 06:55
Von Huhn bis Schlange: Führungen im Tierheim Essen
In Essen, während draußen auf der Grillostraße der Berufsverkehr vorbeirauscht, tauchen Familien im Tierheim Essen für anderthalb Stunden in die Welt von Hunden, Katzen, Hühnern, Schlangen sowie weiteren Exoten und Kleintieren ein. Einfach vorbeischauen und die Tiere ansehen ist im Tierheim normalerweise nicht möglich. Die kostenlosen Führungen, die etwa einmal im Monat stattfinden, bieten Besucherinnen und Besuchern deshalb einen besonderen Einblick in die Tierhaltung und den Alltag im Tierheim.
Vater Charilaos und seine Familie sind heute dabei, weil sie sich bald ein Haustier anschaffen möchten. Welches Tier es werden soll, wissen sie noch nicht – geht es nach Tochter Konstantina (5), am besten alle. Für Charilaos ist es wichtig, dass seine Tochter versteht, was es wirklich bedeutet, Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen.
In Essen, während draußen auf der Grillostraße der Berufsverkehr vorbeirauscht, tauchen Familien im Tierheim Essen für anderthalb Stunden in die Welt von Hunden, Katzen, Hühnern, Schlangen sowie weiteren Exoten und Kleintieren ein. Einfach vorbeischauen und die Tiere ansehen ist im Tierheim normalerweise nicht möglich. Die kostenlosen Führungen, die etwa einmal im Monat stattfinden, bieten Besucherinnen und Besuchern deshalb einen besonderen Einblick in die Tierhaltung und den Alltag im Tierheim.
Vater Charilaos und seine Familie sind heute dabei, weil sie sich bald ein Haustier anschaffen möchten. Welches Tier es werden soll, wissen sie noch nicht – geht es nach Tochter Konstantina (5), am besten alle. Für Charilaos ist es wichtig, dass seine Tochter versteht, was es wirklich bedeutet, Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen.
Tierheim Essen: Wie Tiere hier ein neues Zuhause finden
Im Katzenbereich des Tierheims Essen werden die Kinderaugen groß. Die Räume selbst dürfen die Besucherinnen und Besucher allerdings nicht betreten – auch zum Schutz der Tiere, denn einige von ihnen sind krank. Das lässt Raum für viele Fragen, etwa beim achtjährigen Oliver. Ob die Katze heiß ist, möchte er wissen, „sie heißt doch Lava."
Tierschutzlehrerin Michèle Klein sorgt dabei nicht nur für Momente zum Schmunzeln, sondern gibt auch Einblicke in die Realität des Tierschutzes. Sie erklärt die vier Wege, auf denen Tiere im Tierheim landen können. Dazu gehören Fundtiere, abgegebene Tiere sowie Tiere in Notobhut – zum Beispiel, wenn bei einem Krankenwageneinsatz die Betreuung des Haustiers zunächst nicht geklärt ist.
„Und dann gibt es den Schlimmsten", meint Michèle: die Sicherstellung. Dabei werden Tiere aus schlechter Haltung befreit und anschließend im Tierheim versorgt.
Von Mehlwürmern bis Schildkröten: Tierische Erlebnisse in Essen
In der Abteilung für Kleintiere und Exoten im Tierheim Essen kommen die Besucherinnen und Besucher den Tieren schon deutlich näher. Hier gibt es auch die Auflösung, für wen die Mehlwürmer gedacht waren: Die Hühner reagieren beim Anblick ihres Mittagessens sofort aufgeregt. Eifrig greifen die achtjährige Konstantina und die dreijährige Ariana in die Schüssel, in der es krabbelt, und werfen den Hühnern die Leckerbissen zu.
Wie in allen Bereichen bekommen die Besucherinnen und Besucher auch hier Zeit, das Tierheim auf eigene Faust zu erkunden. Konstantina beobachtet mit großen Augen die Kaninchen beim Fressen ihrer Salatblätter. Oliver und Ariana machen sich auf den Weg zu den Schildkröten und dürfen mit Unterstützung von Michèle Klein sogar Batagame „Nadine" streicheln. Am Ende bleiben die Geschwister vor einem Tier stehen, das für Oliver zum größten Highlight des Tages wird – auch wenn er es leider nicht mit nach Hause nehmen darf.
Führungen in Essen: Tierheim hautnah erleben
Die Führungen durch das Tierheim Essen hält Tierschutzlehrerin Michèle Klein am liebsten in kleinen Gruppen ab. So kann sie besser darauf achten, was sowohl für die Besucherinnen und Besucher als auch für die Tiere am besten ist. Den Hundebereich lässt sie gegen Ende der Führungen deshalb bewusst aus. Dann werden sowohl die Kinder als auch die Hunde oft etwas aufgeregter und unruhiger.
Für Konstantina ist das allerdings kein Problem. Für sie steht inzwischen ohnehin fest, welches Tier sie gern haben möchte. Nach ein bisschen Schauen und Überlegen im Tierheim ist die Entscheidung gefallen. Papa Charilaos freut sich darüber, nun doch nicht alle Tiere mit nach Hause nehmen zu müssen.




