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Mini-Baustelle in Essen: Schüler trainieren Fahrradfahren
© Mario Arlt / Radio Essen
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Mini-Baustelle in Essen: Schüler trainieren Fahrradfahren

Kinder in Essen sollen üben, wie sie sicher mit dem Fahrrad durch den Straßenverkehr kommen. Dafür stellen die Stadtwerke Essen eine kleine Baustelle zur Verfügungen.

Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 11:17

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Jugendverkehrsschule in Essen hat Mini-Baustelle bekommen

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Ein bisschen fühlt es sich an wie im echten Straßenverkehr – nur in klein. Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule an der Grillostraße im Nordviertel, direkt an der Grenze zu Altenessen-Süd, stehen orangefarbene Pylonen, Absperrbaken und ein kleines Schilde mit der Aufschrift "Wir bauen neue Leitungen für Euch." Dazwischen: konzentrierte Kinder auf Fahrrädern. Was hier aufgebaut ist, kennen wir in Essen nur zu gut – Baustellen. Diesmal aber extra im Mini-Format, damit die Jüngsten üben können, sicher daran vorbeizukommen.

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Eine Mini-Baustelle bei Jugendverkehrsschule in Essen.
© Mario Arlt / Radio Essen
Eine Mini-Baustelle bei Jugendverkehrsschule in Essen.
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Stadtwerke Essen stellen Mini-Baustelle für Kinder

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Möglich gemacht haben das die Stadtwerke Essen. Sie haben gleich zwei solcher Mini-Baustellen auf dem Übungsplatz aufgebaut. Einfach geradeaus fahren reicht hier nicht. Schulterblick, Handzeichen, ein kurzer Check nach links – und dann geht es weiter.

„Die Herausforderung ist erstmal für das Kind: Wie verhalte ich mich hier richtig?“, erklärt Maria Brendel-Sperling, Geschäftsführerin der Verkehrswacht Essen. „Und gleichzeitig müssen sich auch die anderen Verkehrsteilnehmer orientieren. Das Kind als Fahrradfahrer ist an solchen Stellen am gefährdetsten.“

Und genau das wird hier trainiert. Immer wieder hört man Anweisungen über den Platz: „An der Baustelle vorbei. Rechts gucken. Handzeichen rechts. Beide Hände an den Lenker.“ Die Kinder folgen konzentriert und mit Spaß.

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Baustellen in Essen sind Realität - Kinder sollen vorbereitet werden

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Sophia aus der vierten Klasse der Großenbruchschule in Altenessen merkt schnell: Ganz so leicht ist das nicht, vor allem die Baustellen sind „schon ein bisschen schwieriger, weil manchmal vergisst man das ja“, sagt sie ehrlich.

Dabei geht es um mehr als nur das sichere Vorbeifahren. Es geht um Routine. Darum, dass Handzeichen, Schulterblick und Aufmerksamkeit zur Gewohnheit werden. „Dass wir uns immer umgucken sollen und Handzeichen immer geben sollten“, fasst Sophia zusammen, was sie gelernt hat.

Die Idee hinter den Mini-Baustellen ist simpel – und nah an der Realität. Baustellen gehören zum Stadtbild einfach dazu. „Das ist natürlich die Realität“, sagt Brendel-Sperling. „Die Kinder müssen üben: Wie verhalte ich mich vernünftig und sicher an einer Baustelle?“

Für Roy Daffinger, Unternehmenssprecher der Stadtwerke Essen, ist das Projekt deshalb auch eine Herzensangelegenheit. „Kinder zu beobachten, die Spaß am Training haben, die hier toll geschult werden – das ist schon ein Highlight“, sagt er. „Und bei strahlendem Sonnenschein kann man sich kaum einen besseren Arbeitstag vorstellen.“ Die Stadtwerke wollten einfach ihren Teil zum sicheren Straßenverkehr beitragen und die Kinder auf ihre Baustellen vorbereiten.

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Schüler in Essen trainieren an Baustellen.
© Mario Arlt / Radio Essen
Schüler in Essen trainieren an Baustellen.
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Immer weniger Kinder in Essen fahren Fahrrad

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Doch nicht nur die Kinder sind gefragt. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer tragen Verantwortung. Gerade jetzt, wo das Wetter besser wird und wieder mehr Fahrräder unterwegs sind. „Radfahrer haben eine schmale Silhouette, die sieht man manchmal erst spät“, erinnert Brendel-Sperling. Ihr Appell: aufmerksam fahren, blinken, Regeln einhalten – und Vorbild sein. „Nur wenn wir gute Vorbilder haben, lernen die Kinder das auch.“

Denn eines fällt auf: Immer weniger Kinder sind regelmäßig mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs. Umso wichtiger sind Orte wie die Jugendverkehrsschule, an denen sie sicher üben können. „Ich fand’s gut“, sagt Sophia und lächelt. „Vor allem am Ende, als wir alleine fahren durften und uns ausprobieren konnten.“ Wichtig ist, dass Eltern und Schulen dran bleiben, die Kinder regelmäßig zum Üben schicken.

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