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Forscher aus Essen starten weltweit erste Studie zu Deepfakes
© Radio Essen / Timm Schröder
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Forscher aus Essen starten weltweit erste Studie zu Deepfakes

Forscher aus Essen klären die Frage: Was machen Deepfakes körperlich und psychisch mit ihren Opfern? Das wird jetzt erstmals an der LVR Uniklinik Essen erforscht. Eine erste Pilotstudie gab es schon. Anfang April soll die eigentliche Studie mit über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern starten. Sie bekommen unter anderem erotische Videos vorgespielt, die sie in Situationen zeigen, die es so nie gab.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 10:37

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Probanden aus Essen sollen zeigen wie der Körper reagiert

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Mit dieser Studie gehen Dr. Alexander Diel und Tania Josan Lalgi in Essen über die Grenzen ähnlicher Untersuchungen. In ihrer Studie zu Deepfakes sehen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern in sexuellen Situationen, die es so nie gegeben hat. Geklärt werden soll, wie sie darauf nicht nur psychisch, sondern auch körperlich reagieren. Also wie sich zum Beispiel die Atmung oder die Herzfrequenz verändert. Mit vier Freiwilligen wurde das schon in einer Pilotstudie untersucht. In der Hauptstudie sollen über 50 Probandinnen und Probanden untersucht werden. Eine solche Studie gab es weltweit noch nicht. Alexander Diel vermutet, dass das vielen bisher zu aufwendig war. Das Interesse ist auf jeden Fall sehr groß.

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So läuft die Studie in Essen ab

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Im Zentrum der Studie aus Essen stehen Deepfakes. Das sind realistische, künstlich generierte Inhalte. Sie können Stimmen, Gesichter und Videos verfälschen und sind dabei schwer von realen Aufnahmen zu unterscheiden. Bei der Studie werden Deepfakes von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellt. Deshalb werden auch drei Portraitbilder benötigt. Die Freiwilligen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sehr gute Deutschkenntnisse haben. Nicht dabei sein können Menschen, die zum Beispiel psychische Krankheiten haben oder hatten und die schon Vorerfahrungen mit Cybermobbing haben. Gezeigt werden den Probanden drei Deepfake-Szenen inklusive einer erotischen Darstellung der eigenen Person. Dabei gibt es verschiedene Messungen wie zum Beispiel die Atmung, Puls oder die Leitfähigkeit der Haut. Sie gilt als Stressindikator. Aber auch die psychologischen Reaktionen werden dokumentiert.

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Forscher im Interview mit Radio Essen

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Dr. Alexander Diel und Tania Josan Lalgi erklären Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder den Ablauf Studie. Nach einer ersten Machbarkeitsstudie sind die Beiden überzeugt von der dringend Notwendigkeit einer solchen Untersuchung. Das Interesse ist sehr groß. Letztendlich geht es darum, wie Deepfake-Opfern geholfen werden kann. Die Hauptstudie startet im April und es werden auch noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro für das Experiment. Wer dabei sein will, schreibt eine Mail an deepself@lvr.de und bekommt dann den Link zum Screening geschickt..

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Timm Schröder
im Interview mit Dr. Alexander Diel und Tania Josan Lalgi
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