
Tagesbruch in Essen - Glück im Unglück für Familie
Was für ein Schock für Marc Werner in Essen. Am Samstag (21.3.) wollte er eigentlich nur den Garten seiner Lebenspartnerin in Heidhausen ein wenig schöner machen. Dann gab der Boden unter einem seiner Füße nach. Ein Tagesbruch mitten im eigenen Garten - und das ziemlich tief.
Veröffentlicht: Montag, 23.03.2026 16:39
Tagesbruch im Garten - Probebohrungen sollen in Essen für Gewissheit sorgen
Normale Gartenarbeit endet fast in einem sehr tiefen Loch. Als unter Marc Werner am Wochenende in Essen-Heidhausen der Boden nachgibt, hörte er erst Sekunden später ein Platschen. So tief war das Loch, in das ein Stück der Grasnarbe am Rand der Terrasse gefallen war. Jetzt liegt ein Bauzaun über dem Loch. Bis zu 60 Meter tief hatte die Feuerwehr Essen das kleine Loch im Boden neben der Terrasse geschätzt. Bestätigt werden konnte das bei ersten Messungen aber nicht. Nach 15 Metern stieß die Kamera der Gutachter auf Wasser und Geröll. Viel wichtiger ist jetzt, zu erfahren, ob es weitere möglichweise einsturzgefährdete Stollen in diesem Bereich gibt. Deshalb laufen aktuell Probebohrungen. Sollte hierbei nichts gefunden werden, kann die Familie vielleicht schon am Mittwoch (24.3.) wieder in ihre Wohnung.
Bis jetzt wäre das aber "Glaskugelseherei", sagt Jan Malte Senger von der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg. Noch sind die Kinder der Lebenspartnerin von Marc Werner woanders in Essen untergebracht. Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder hat Edith getroffen. Sie wohnt seit 50 Jahren auf der anderen Straßenseite. Auch sie macht sich Sorgen - bleibt aber mit ihren 91 Jahren erstaunlich gelassen. Sie erinnert sich, dass es auch schon in den 70er-Jahren in der Nachbarschaft einen Tagesbruch gab. Der wurde schnell verfüllt und danach war alles erledigt. Marc Werner ärgert sich vielmehr über die schleppenden Informationen durch die zuständigen Behörden. Von der Begehung hatte er nur durch die Presse erfahren.






