
Evonik-Tower in Essen bleibt vorerst geschlossen
Der Evonik-Tower in Essen ist seit Donnerstagabend (9. Juli) leer – und das bleibt vorerst auch so. Das hat die Stadt Essen auf Radio Essen-Nachfrage bestätigt. Das höchste Hochhaus der Stadt wird derzeit zwar noch teilweise modernisiert, ist aber bereits größtenteils genutzt. Unter anderem haben dort die Anwaltskanzlei Luther und seit Anfang Juli auch der Essener Chemiekonzern Evonik ihre Büros. Für die beiden Mieter heißt es jetzt aber erstmal: raus aus dem Tower.
Bereits bei einer Brandschau im Juni waren Mängel aufgefallen. Nach weiteren Prüfungen entschied die Stadt am Donnerstag (9. Juli), das Gebäude vorsorglich räumen zu lassen. Der Tower bleibt nun so lange geschlossen, bis die festgestellten Mängel behoben sind.
Stadt Essen fordert Konzept zur Beseitigung der Mängel
Konkret gibt es laut der Stadt Essen Probleme bei mehreren wichtigen Brandschutzeinrichtungen. Demnach funktionieren der Brandschutzaufzug, die Sprinkleranlage sowie die Kommunikation zwischen den einzelnen Brandschutzsystemen nicht richtig. So löst die Sprinkleranlage zwar aus, ein Alarm wird aber nicht automatisch weitergegeben. Am Freitag (10. Juli) hat es deshalb ein Gespräch zwischen der Stadt, dem Gebäudeverwalter und den Mietparteien gegeben. Der Eigentümer, die Vivion Group, soll gemeinsam mit den weiteren Beteiligten der Stadt bis Sonntag (12. Juli) ein Konzept mit einem Zeitplan zur Beseitigung der Mängel vorlegen. Wann der Evonik-Tower wieder genutzt werden kann, ist deshalb aktuell noch offen.